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Natural Science which describes and systematises the phenomena observed in the material/physical world is the most developed field of science in our time. The phenomena of the physical world are.collectively referred to as "Nature" or “life“ and range from the subatomic to the cosmic. These phenomena discovered by modern science are related in this forum to the knowledge contained in the traditional Vedic Literature. The purpose of such discussions is to confirm and strengthen the validity of intuitively gained insights by cultivating the understanding that the objective approach of modern science and the subjective approach of Transcendental Meditation ultimately refers to the same reality which modern physics calls “Unified Field” and Vedic Science “Transcendental Consciousness”. The main themes of the forum on Natural Science and Veda are
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THEMA: H. Hartmann: Einheitliches Feld der Chemie

H. Hartmann: Einheitliches Feld der Chemie 5 Jahre 4 Monate her #831

Hermann Hartman (1914-1984) der Entdecker des Einheitlichen Feldes der Chemie, wäre am 4. Mai 2014 genau 100 Jahre alt geworden. In der Wikipedia wird diese Leistung des Physikochemikers mit folgenden Worten gewürdigt

Als Pionier der theoretischen Chemie war H. Hartmann bestrebt, ganz ähnlich wie Albert Einstein für die Physik, den gesamten Bereich des Verhaltens der Materie durch ein Einheitliches Feld der chemischen Bindung zu verstehen....
Bei der Entdeckung des Einheitlichen Feldes molekularen Verhaltens spielte die 1971 von Hartmann zur Analyse molekularer Wechselwirkungen veröffentlichte klassische Störungstheorie eine wichtige Rolle sowie das 1972 publizierte ringförmige Potential, das als Hartmann-Potential bezeichnet wird und das wegen seiner Superintegierbarkeit und Supersymmetrie in den 1980er Jahren richtungsweisende Bedeutung für die theoretische Chemie erlangte. Die von Hartmann entwickelte Störungstheorie bildete dabei eine wichtige Brücke zwischen quantenmechanischem und klassischem Verhalten. Die vereinheitlichte Beschreibung des Verhaltens der molekularen Materie durch eine nicht-lineare Schrödinger-Gleichung und dem dadurch definierten klassischen Feld der chemischen Bindung war die Krönung seines Lebenswerks.


In der Wikipedia-Biographie von H. Hartmann finden sich folgende Hintergrundinformationen wo und mit wem zusammen Prof. H. Hartmann, seine einheitliche Feldtheorie molekularen Verhaltens entwickelte:

Mit Unterstützung der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur konnte H. Hartmann an seinem Wohnort in Glashütten/Taunus ab 1972 die Arbeitsstelle für theoretische Chemie einrichten. Die Theoretikergruppe an der Arbeitsstelle bestand aus Kyu-Myung Chung und D. Schuch sowie W. Ulmer und B. Zeiger (letztere forschten später im Bereich der Biophysik).
Gemäß den Zielsetzung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, deren korrespondierendes Mitglied H. Hartmann bis zu seinem Ableben (1984) war, lag das Schwergewicht seiner Tätigkeit seit 1972 verstärkt auf dem Gebiet langfristiger Grundlagenforschung in Bereichen der Theoretischen Chemie außerhalb des Mainstream aber von richtungsweisender Bedeutung.


H.Hartmann.jpg


Original-Nachricht
Betreff: Hermann Hartmann
Datum: Fri, 25 Apr 2014
Von: "H.W. Spiess"
An: Dr.Zeiger

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sonntag, 4. Mai d. J. ist der 100. Geburtstag von Hermann Hartmann.
Dies möchten wir mit einer Vortragsveranstaltung am Nachmittag dieses Tages zu seinen Ehren begehen. Sie findet als Vorveranstaltung zum Workshop "Quantum and Classical Complexity: From Atoms to Biosystems" am Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg statt. Ein Flyer mit vorläufigem Programm ist beigefügt.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie zu dieser Veranstaltung kommen könnten und bitten um formlose Anmeldung per E-mail.
Sie sind auch herzlich eingeladen, sich an der Veranstaltung zu den Programmpunkten Erinnerungen’ bzw. Grussadressen’ aktiv zu beteiligen, entweder in persona oder durch Zusendung kurzer ‚Texte’, die wir den Teilnehmern präsentieren können. Bitte kontaktieren Sie uns dazu direkt.


Wir bitten um Nachsicht, dass diese Veranstaltung erst so kurzfristig angesetzt werden konnte.
Ihre

Irene Burghardt Hans Sillescu Hans Wolfgang Spiess



Original-Nachricht
Betreff: AW: Hermann Hartmann
Von: "Dr.Zeiger"
An: "H.W. Spiess" , "Prof. Hans Sillescu"


Lieber Herr Prof. Sillescu,

vielen Dank für die Einladung zu der Vortragsveranstaltung anlässlich des 100.Geburtstags von Prof. Hartmann.

Leider stecke ich zur Zeit mitten in einem Wohnungswechsel. Dass es aber gelungen ist, in so kurzen Zeit diese Feier zu organisieren, hat meine grösste Bewunderung.

Als einer der letzten Doktoranden von Prof. Hartmann ist mir vor etwa 5 Jahren aufgefallen, dass ein wesentlicher Aspekt seines Alterswerkes bisher keine Beachtung gefunden hat, nämlich die Vereinheitlichung molekularer Wechselwirkung in einem selbst-wechselwirkenden „Einheitlichen Feld“.

An dieser Aufgabe arbeitete Prof. Hartmann mit einem kleinen Kreis von Mitarbeitern ab 1973 an der Arbeitsstelle für theoretische Chemie, die von der Mainzer Akademie der Wissenschaften an seinem Wohnort, Glashütten im Taunus, eingerichtet und bis 1984 finanziert worden war.

Wie bei ähnlichen Bestrebungen in der theoretischen Physik bildete der Feldbegriff und die Lagrangefunktion wechselwirkender Felder den formalen Rahmen. Eine Zwischenbilanz dieser Forschungen gibt die Veröffentlichung:

H. Hartmann, K.-M. Chung: Classical nonlinear field theory of chemical bonding. International Journal of Quantum Chemistry 18 (6) 1491 – 1503 (1980)

In Wikipedia-Biographien über H. Hartmann und K.-M. Chung sowie durch Artikel über das Hartmann Potential und die Ligandenfeldtheorie habe ich diesen vereinheitlichenden Forschungsansatz zu würdigen versucht.

Zur Veranschaulichung benutze ich dabei den Vergleich mit den Bemühungen von Albert Einstein, der den Begriff "Einheitliches Feld" in die theoretische Physik eingeführt und bis zu seinem Lebensende ohne endgültigen Erfolg darüber nachgedacht hat. Wie immer ein solcher Vergleich beurteilt wird, so bleibt doch jede Würdigung des Beitrags von Prof. Hartmann zur theoretischen Chemie so lange unvollständig, wie sein Überlegungen zur Feldtheorie molekularer Wechselwirkungen nicht berücksichtigt werden. Vielleicht bietet die angekündigte Veranstaltung die Gelegenheit darauf hinzuweisen.

Während in der theoretischen Physik das Einheitliche Feld weltweit thematisiert wird, ist meines Wissens in der theoretischen Chemie H. Hartmann der einzige Vertreter eines vereinheitlichenden Denkansatzes.

In den 1970er Jahren als ich bei ihm über eine Lagrangetheorie molekularer Wechselwirkungen promovierte, war mir die Tragweite eines solchen Ansatzes noch nicht klar. Wie vorausschauend Prof. Hartmann mit seinem feldtheoretischen Ansatz gewesen ist, wurde mir erst in den folgenden Jahrzehnten bewusst.

Vielleicht gelingt es Ihnen während der Geburtstagsfreier, auf Prof. Hartmann´s Beitrag zum „Einheitlich Feldes der Chemie hinzuweisen und so diesen Forschungen einen neuen Impuls zu geben.

Mit freundlichem Gruss
Ihr
Bernd Zeiger



Original-Nachricht
Betreff: Professor H. Hartmann
Datum: Thu, 08 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An:Forschung Frankfurt


Liebe Frau Hardy,
kürzlich entdeckte ich im Internet Ihren sehr lebendig geschriebenen Aufsatz über Professor Hermann Hartmann (Forschung Frankfurt | Ausgabe 2-2014). Mit diesem Aufsatz haben Sie - vielleicht ungewollt – einen Beitrag zur Feier seines 100. Geburtsjahrs geleistet.

In den 1960ern gehörte ich zu den zahlreichen Studenten, die von Prof. Hartmann durch seine Vorlesungen für die theoretische Forschung begeistert wurden. Seine geistige Klarheit war eine Inspiration für jeden, der danach strebte, die innerste Natur des Verhaltens der Materien zu verstehen.
Als ich anfang der 1970er sein Doktorand wurde, stand sein persönliches Leben unter dem Eindruck des offiziellen Endes der Ordinarienuniversität. Ohne viel über seine Konsequenz aus diesem gravierennden Einschnitt zu sprechen, hat er mich in einer Reihe von Treffen geschickt zu dem Thema hingeführt, das ihm damals als Forscher am Herzen lage: Ansätze in Richtung "Einheitlichem Feld" des Verhaltens der Materie (Ich habe heute noch seine handschriftlichen Erläuterungen). Die Katze aus dem Sack gelassen hat er dann 1973, als er mir eröffnet, dass zu diese,m Zweck an seinem Wohnort in Glashütten - in eigens dafür angemieteten Räumen - eine Arbeitsstelle für theoretische Chemie eingerichtet worden ist. Bezahlt wurde das Projekt von der Akademie der Wissenschaften und Literatur zu Mainz. Ich war in Glashütten bis 1976 sein erster Mitarbeiter, vor allem aber sein offener Zuhörer.

All das schreibe ich, weil Ihr Bericht den Eindruck erweckt, dass die Arbeitsstelle in Glashütten erst seit 1982 existierte. Tatsächlich gab es sie zu dieser Zeit bereits ca. 10 Jahr als ein Ort wo Themen fern des Mainstream diskutiert wurden. 1976 übernahm K.-M. Chung meine Stelle. Geschlossen wurde die Arbeitstelle sofort nach dem Ableben von Prof. Hartmann 1984.

Als ich 2008 feststellte, dass das gesamte Wirken von Prof Hartmann in der Wikipedia überhaupt nicht präsent war, habe ich damals eine entsprechende Biographie verfasst Auch K.-M. Chung ist dort von mir durch eine Biographie gewürdigt worden. Da das was an der Arbeitsstelle für theoretische Chemie gedacht wurde durch die Dominanz der Computerchemie in Vergessenheit zu geraten droht, hatte ich damals auch begonnen Material für eine entsprechende Dokumententation zu sammeln, musste das Projekt aber wegen besonderer Lebenumständen (Pflege meiner Mutter) aufgeben.

Rückblickend gesehen, brachte die Arbeitsstelle in Glashütten für Prof. Hartmann die Erfüllung seines Denkens als Theoretiker. Wie ich aber inzwischen erkennen musste, ist das was er in seinem letzten Lebensjahrzehnt zu verwirklichen suchte auch heute noch weit ausserhalb des in der akademischen Chemie üblichen Denkens. Meines Wissens hat neben H. Hartmann nur der 2014 verstorbene Hans Primas (ETH,Zürich) über die vereinheitlichende Rolle der Selbstwechselwirkung in der Chemie nachgedacht. Typische Verhaltensmuster werden dabei durch Potentiale beschrieben. Hierzu hat Prof. Hartmann in den 1970er Jahren mit dem ringförmigen Potential ebenfalls einen richtungsweisenden Beitrag geleistet, dessen weitreichende Bedeutung inzwischen Anerkennung zu finden beginnt. In der Literatur wird es als Hartmann-Potential bezeichnet. Auch dazu habe ich einen Wikipedia-Artikel verfasst.

Prof. Hartmann war in meinem Verständnis ein Ordinarius im besten Sinn d.h "eine auf der Grundlage ihrer Fachkompetenz berufene Person, die Wissens-fortschritte weitgehend unbeeinflusst von äußeren Vorschriften im Rahmen ihrer akademischen Freiheit generiert und diese - oft in sehr individuell geprägter Form - an die Studierenden weiter gibt"(Hofreither und Vogel 2006)

Als Schüler von Prof. Hartmann bedanke ich mich für Ihren Artikel in "Forschung Frankfurt", vor allem auch wegen der vielen darin enthaltenen Bilder.

Herzliche Grüsse und eine gutes 2015
Ihr
Bernd Zeiger



Original-Nachricht
Betreff: AW: Professor H. Hartmann
Datum: Fri, 09 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Forschung Frankfurt

Liebe Frau Hardy,
vielen Dank für die freundliche Antwort und den Hinweis auf die biographische Notiz über K.-M. Chung in Heft 1/2014 von "Forschung Frankfurt" .

Durch das damals unerwartete Ableben von Prof. Hartmann und die Schliessung der Arbeitsstelle für theoretische Chemie war Dr. Chung plötzlich nicht nur ohne Anstellung sondern auch ganz ohne Protektion der Frankfurter Universität. Wie mir einer seiner Söhne 2008 in Verbindung mit meinen biographischen Recherchen für die Wikipedia erzählte war das eine grosse Enttäuschung für ihn, der mit Leib und Seele Wissenschaftler gewesen ist und dazu kam noch der existentielle Einschnitt für die ganze Familie. Dass ein so hochqualifizierter Theoretiker eine Tofu-firma zum Übrerleben gründen musste, wirft einen Schatten auf das ganze Hochschulssystem.

Prof. Hartmann hatte den Verlust seines Einflusses in der Universität als Folge der Hochschulreform Anfang der 1970er noch durch Gründung der Arbeitsstelle für theoretische Chemie kompensieren können. Mit Unterstützung der Akademie der Wissenschaften und Literatur zu Mainz konnte er 1973 die Arbeitsstelle in Glashütten einrichten. In dem 1973 veröffentlichten Aufsatz "Theoretische Chemie heute" betont Prof. Hartmann die historische Rolle der Akademien für den Fortgang der Wissenschaft. Wie sehr ihn die Situation jedoch seelisch belastet haben muss, belegt der Herzinfarkt den er 1974 hatte.

Es wäre sicher aufschlussreich, wenn sie gelegentlich auch das bisher nicht verwendete biographische Material veröffentlichen würden.


Herzliche Grüsse
Ihr
Bernd Zeiger
Bad Ems




Original-Nachricht
Betreff: Bild von Prof. Hartmann in Wikipedia
Datum: Wed, 21 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "OR.Hartmann"


Lieber Herr Hartmann
vielleicht erinnern Sie sich noch an mich: 2008 recherchierte ich wegen der Wikipedia Biographie Ihres Vaters und Sie waren so freundlich mir einiges Material zur Verfügung zu stellen. Was in der Wikipedia dort bisher fehlt ist ein Bild von Prof. Hartmann. Als kürzlich Frau Anne Hardy in "Forschung Frankfurt" eine sehr schön geschriebene und gut bebilderte Würdigung von Prof. Hartmann veröffentlichte, ist mir dieser Mangel wieder bewusst geworden und ich habe u.a. deshalb mit Ihr Kontakt aufgenommen. Freundlicherweise hat Sie mir das beigefügte Portait von Prof. Hartmann geschickt und empfohlen Sie um Nachdruckerlaubnis zu bitten.
Damit kommt leider etwas Arbeit auf Sie zu, denn die Wikipedia hat sehr strenge Regeln was das Copyright betrifft. Glücklichereise ist aber das Photo von Prof. Hartmann mehr als 50 Jahre alt. Somit ist das Aufspüren des Photographen nicht erforderlich und es genügt, wenn Sie als Erbe der Wikipedia eine Nachdruckerlaubnis schicken.
Diese Arbeit habe ich versucht auf ein Minimum zu reduzieren. Es, wenn Sie folgenden Text an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. schicken.
Sofort wenn Sie mir signalisiert haben, dass die Email an die Permissionoffice abgeschickt wurde, werde ich das Bild von Prof. Hartmann in die Wikipedia hochladen und alles ist erledigt.
Herzlichen Dank
für Ihr freundliches Entgegenkommen
Ihr Bernd Zeiger
(Mitarbeiter von Prof. Hartmann an der Arbeitsstelle in Glashütten von 1973-1976)


Original-Nachricht
Betreff: AW: Bild von Prof. Hartmann in Wikipedia
Datum: Sat, 24 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "OR.Hartmann"

Lieber Herr Hartmann,
vielen Dank für die Erlaubnis, das Foto Ihres Vaters in der Wikipedia zu veröffentlichen. Gerade habe ich das Bild hochgeladen und eingefügt.
Ihre biographiebezogenen Gedanken habe ich mit Interesse gelesen.
Wie ich mich erinnere begann die Verlagerung der Chemie zum Riedberg Campus bereits in der Zeit als ich der Mitarbeiter Ihres Vaters an der Arfbeitsstelle in Glashütten (auf der Platt) gewesen bin. Das war 1973-1976. Da ich zu der Zeit in Glashütten wohnte hat er mich gelegentlich mitgenommen.
Erst jetzt als 73jähriger wird mir klar wie weitschauend Prof. Hartmann damals dachte. Ein verschlungenes Forscherleben war notwendig, um das andeutungsweise würdigen zu können.
Der Mainstream der theoretischen Chemie hat bisher eine ganz andere Richtung genommen als damals in Glashütten anvisiert wurde. Deshalb ist das was an der Arbeitsstelle gedacht wurde so gut wie unbekannt geblieben.
Ausser in der Wikipedia Biographie wird in keiner Biographie seine Pionierleistung des letzten Lebensjahrzehts inhaltlich erwähnt.
Gegenwärtig überlege ich wie diese Lücke gefüllt werden kann.
Als erster Versuch beiliegend ein Vergleich mit Einsteins Programm der Vereinheitlichung. Er soll die weitreichende Bedeutung des Denkens Ihr Vater veranschaulichen. Den Text habe ich kürzlich Prof. Sillescu geschickt.

Vielleicht entwickelt sich daraus etwas.
Mit herzlichem Gruss
Ihr
Bernd Zeiger
Letzte Änderung: 4 Jahre 7 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.

H. Hartmann: Einheitliches Feld der Chemie 4 Jahre 7 Monate her #851

Die Idee des Einheitlichen Feldes molekularen Verhaltens wurde von Prof. Hermann Hartmann an der Arbeitstelle für theoretische Chemie in Glashütten,Taunus, von 1973 bis 1984 ausgearbeitet. Die Vorgehensweise war analog zu der von Einstein angestebten Vereinheitlichung von Gravitation und Elektromagnetismus.
EinsteininderChemie.jpg

Die Existenz eines Vereinheitlichten Feldes molekularen Verhaltens begründet u. a. die als Isokinetik bezeichnete Verwandtschaft chemischer Elementarreaktionen. Der Isokinetische Effekt besagt, dass bei verwandten chemischen Reaktionen zwischen der Aktivierungsenergie E und der Frequenz der Zusammenstösse A eine konstante Beziehung besteht, die durch die isokinetische Temperatur Tisok charakterisiert wird.
Prof. Hartmann leitete ab 1973 zwei ganz unterschiedliche theoretische Arbeitsgruppen. Mit der Arbeitsstelle für theoretischen Chemie in Glashütten im Taunus wollte Prof. Hartmann ein Gegegengewicht schaffen zur Mainstream Forschung an den Hochschulen z.B. auch an seinem Institut für Physikalische und Theoretische Chemie an der Universität in Frankfurt. Die dort ausgeklammerten übergeordneten Gesichtspunkte transdisziplinärer, philosophischer, wissenschaftstheoretischer und historischer Art sollten an der Arbeitstelle für Theoretische Chemie zu einem gewissen Grad mit berücksichtigt werden.
Prof. Hartmann wollte an der Arbeitstelle eine neue umfassende Art der Theoretischen Chemie begründen und die Arbeiten dort sollten eine andere Qualität haben als am Institut für Physikalische Chemie. Wie ein Email Austausch mit zwei Hartmann-Schülern - Prof. Jug und Prof. Sillescu - zeigte, ist die Intension, die Prof. Hartmann mit der Arbeitstelle verfolgte auch 2015 noch nicht allgemein bekannt, weshalb sie hier zur Diskussion gestellt wird. Ist die Idee eines "Einheitlichen Feldes der Chemie" vielleicht nur eine Illusion ?



Original-Nachricht
Betreff: Illusionen
Datum: Wed, 14 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Prof. Dr. K. Jug"
Cc: "Frof. H. Sillescu"

Lieber Herr Prof. Jug,
es freut mich sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben auf meine Mail zu antworten. Vielleicht kommen wir der Realität um die es geht etwas näher.

In unserem Alter laufen wir wohl alle Gefahr uns einseitig in irgend einer Illusion eingerichtet zu haben, weil sich das in dem jeweiligen Lebensentwurf scheinbar bewährt hat.

Eine fruchtbare Diskussion über Illusionen macht nur Sinn, wenn es gelingt einen Standpunkt einzunehmen, der jenseits der Illusionen der einzelnen Diskussionspartner liegt, zumindest aber ein solcher Standpunkt für möglich gehalten bzw. angestrebt wird.

Die Realität der Illusionen anzuerkennen, ihre klare Benennung und Abwägung ist das eigentliche Thema, um das es in unserer gegenwärtigen Diskussion letztlich geht und deshalb wird es wichtig sein einige Worte über den übergeordneten Bezugspunkt zu verlieren.

Solange jeder nur einseitig auf seiner Illusion beharrt, wird die Diskussion nur zu derselben aggressiven Konfrontation führen wie sie die moderne gesellschaftliche Situation illustriert.

Ein Illusionen übergreifender Dialog ist angesagt und die theoretische Chemie könnte hier der Vorreiter sein.

Glücklicherweise hatten wir in Prof. Hartmann einen Lehrer, der sich nicht nur der Rolle eines fächerübergreifenden Standpunktes bewusst war, sondern darüber auch klare Aussagen gemacht hat
Ich verweise an dieser Stelle auf seinen Aufsatz Die Bedeutung des Vorurteils für den Fortgang der naturwissenschaftlichen Erkenntnis 1967 . Auf der Basis der darin gewählten Betrachtungsweise macht aus meiner Sicht eine Diskussion über die entwicklungsbezogene Rolle von Illusionen einen Sinn.

Dass Sie sich vehement und streitbar für die Computerchemie einsetzen und diese weitgehend mit theoretischer Chemie gleichsetzen ist ebenfalls eine Illusion bzw. ein Vorurteil (was aber keine Abwertung bedeutet).

Wir alle wissen, dass das Prof. Hartmann auch so gesehen hat. Für Ihn war theoretische Chemie nicht physikalische Chemie, nicht mathematische Chemie, nicht Quantenchemie und nicht Computerchemie sondern die gemeinsame Basis all dieser Facetten der Theorie. Ohne die Einbeziehung der von Kant erstmals unmissverständlich dargestellten transzendentalen Basis aller Erkenntnis wird unsere Diskussion nur zu verhärteten Fronten führen.

Kürzlich ist mir diesbezüglich ein sehr empfehlenswertes Buch von Kyeong-Seop Choi mit dem Titel "Im Dialog mit den Wissenschaften" aufgefallen, worin der moderne Entwicklungsstand der transzendentalen Begründung der Wissenschaft für Naturwissenschaftler verständlich zusammengefasst wird. Vielleicht kennen Sie oder Ihre Kollegen noch andere Werke zur Begründung einer Diskussion über wissenschaftliche Illusionen.

Was die Wikipedia Biographie von Prof. Hartmann betrifft, so habe ich Sie wiederholt darauf hingewisen, dass dort jeder zu jederzeit begründete Veränderungen vornehmen kann. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie dazu alle in Frage kommenden Hartmann-Schüler anschreiben würden, so dass diese die entsprechenden Ergänzungen formulieren und vornehmen. Prof. Hartmann hätte ein solches persönliches Engagement seiner Schüler verdient.

Eine ernsthafte wissenschaftliche Diskussion zum Status der theoretischen Chemie und ihrer Geschichte, an der auch Historiker und Philosophen teilnehmen,wäre dem Vermächtnis von Prof. Hartmann würdig. Das zu organisieren und durchzuführen dazu können Sie mit meiner Unterstützung rechnen.


Herzliche Grüsse
Ihr Bernd Zeiger



Original-Nachricht
Betreff: Wikipedia
Datum: Fri, 16 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "sillescu"
Cc: "Jug, Prof.Dr."

Sehr verehrter Ptrof. Sillescu,
im vergangen Jahr machten Sie einige Veränderungsvorschläge zur Wikipedia-Biographie Professor Hartmann`s.
de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hartmann_%28Chemiker%29

Ihre Vorschläge gerieten durch Umzugsvorbereitungen in Vergessenheit. Jetzt hat Prof. Jug erneut auf die fehlenden Einzelnachnachweise zu Prof. Hartmann`s Forschungen in Richtung "Einheitlicher Feldtheorie molekularen Verhaltens" hingewiesen.

Diesen Mangel habe ich gestern behoben. Das war nicht schwer, weil diese Belege ursprünglich in der Bioigraphie enthalten waren aber von einem Bearbeiter entfernt worden sind. Es war also nur notwendig, die Löschung wieder rückgängig zu machen.

Gleichzeitioge habe ich in Erinnerung an unsere Email Diskussion letzten Jahres einige Formulierungen etwas abgeschwächt, die Hartmann`s Enteckung des Einheitlichen Feldes in der Chemie betreffen. Bitte schauen Sie sich den Text diesbezüglich einmal an.


Jetzt habe ich noch ein Anliegen:
Als Freund (auch kontrovers geführter) wissenschaftlicher Diskussionen zu Grundfragen der Forschung moderiere ich seit 5 Jahren ein entsprechendes "Wissenschaftsforum". Auszüge aus Ihren Emails vom April 2014, mit kritischen Anmerkungen zu meiner Präsentation von Hartmann`s Alters-Forschungen in der Wikipedia, möchte ich in das Formn übernehmen, um die Diskussion dieser Forschungen anzuregen. Kann ich dabei Ihren Namen nennen? Wenn ich nicht von Ihnen höre sehe ich das als Einverständnis an, Ich werde Ihnen aber meine Auszüge zuschicken, um Ihnen Gelegenheit zu Korrekturen zu geben.

Auf jeden Fall alles Gute für 2015.
Mit freubndlichem Gruss
Ihr
Bernd Zeiger


 
Original-Nachricht
Betreff: AW: Wikipedia
Datum: Sat, 17 Jan 2015
Von:Prof. H. Sillescu
An:Dr.Zeiger


Lieber Herr Zeiger,
vielen Dank für den Hinweis auf Ihre Veränderungen der Wiki-Seite von Hartmann.  Allerdings sind die von mir beanstandeten Sätze leider geblieben. Ich hatte am 19.3.14 geschrieben: „Auf jeden Fall sollte der Vergleich mit Albert Einstein gestrichen werden, selbst wenn er nicht unberechtigt sein sollte. Denn ein derartiger Vergleich riecht nicht nur für mich nach Stammtischniveau („Ich und Einstein …“). Ich meine, so etwas sollte man Herrn Hartmann nicht antun. Also bitte, streichen Sie wenigstens Einstein (dessen Porträt in meinem Zimmer hängt!) in dem Artikel.“

Ich verstehe nicht, warum Sie noch immer schreiben: „Als Pionier der theoretischen Chemie war H. Hartmann bestrebt, ganz ähnlich wie Albert Einstein für die Physik, den gesamten Bereich des Verhaltens der Materie durch ein Einheitliches Feld der chemischen Bindung zu verstehen.“ Bitte, wo ist die Ähnlichkeit?

Sie schreiben an Frau Hardy, außer Hartmann habe nur Hans Primas „über die vereinheitlichende Rolle der Selbstwechselwirkung in der Chemie nachgedacht.“ Das mag stimmen, Hans Primas (1928-2014) war vom Mainstream der theoretischen Chemiker mindestens so weit entfernt wie Hartmann, aber in einer anderen Richtung, die in seinem berühmten Buch (Vorwort von Paul Feyerabend!)  Chemistry, Quantum Mechanics, and Reductionism. Springer, Berlin 1983, beschrieben ist. Es ging ihm dabei wesentlich um eine algebraische Formulierung der Quantentheorie, die den quantenmechanischen Messprozess als Übergang von einem geschlossenen System (C*-Algebra) zu einem offenen System (W*-Algebra) beschreibt. Als ich zu Beginn meiner Doktorarbeit eine Woche bei der Firma Varian in Zürich verbrachte, besuchte ich auch Primas in seinem Institut – mit einem Empfehlungsschreiben von Hartmann. Der letzten Vortrag, den ich 2007 von Primas hörte, hatte das Thema: „Complementarity of Mind and Matter“.

Sie sollten zur Literatur über Hartmann noch den ausgezeichneten Nachruf von Schwarz, Grein und Ruedenberg in der TCA aufnehmen. Es ist meiner Meinung nach das Beste, was je über meinen Lehrer geschrieben wurde: W.H.Eugen Schwarz, Fritz Grein, Klaus Ruedenberg, In memoriam Hermann Hartmann, founder of TCA, on occasion of his 100th birthday. Theor Chem Acc (2014) 133:1508

Abschließend möchte ich noch bemerken, dass es mich nicht allzu sehr bekümmert, wenn die Wiki-Seite von Hartmann nur Ihre persönlichen Überzeugungen wiederspiegelt. Denn Wikipedia ist unterscheidet sich ja gerade von einem traditionellen Lexikon durch Beiträge wie den Ihren, der für den Leser sofort als Einzelmeinung erkennbar ist.


Gegen Zitate aus meinen früheren e-Mails habe ich nichts, wenn Sie mir sie vorher zur Kenntnis bringen. Denn ich möchte gerne überprüfen, ob sie aus dem Zusammenhang gerissen sind. So etwas kann ungewollt vorkommen und dazu führen, dass der Sinn in sein Gegenteil verkehrt wird.

Ich schicke wieder eine Kopie dieses Briefs an Herrn Jug, zumal ich mit großem Interesse den jüngsten Austausch von e-Mails mit Ihnen gelesen habe.

Mit besten Grüßen

Hans Sillescu



Original-Nachricht
Betreff: AW: Wikipedia
Datum: Sun, 18 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Hans Sillescu

Lieber Herr Prof. Sillescu,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für eine ausführliche Antwort genommen haben und für die vielen
wichtigen Punkten, auf die ich der Reihe nach kurz reagieren möchte:
(1) Der Vergleich Hartmann vs Einstein wurde vorläufig noch stehen gelassen, weil ich darin immer noch einen Sinn sehe. mache Ihnen aber folgenden Vorschlag:
So schnell es mir Zeit und Umstände erlauben schicke ich ihnen einen tabellarischen Vergleich zwischen dem vereinheitlichenden Programm von A. Einstein einerseits und von H.Hartmann andererseits Wenn Sie dann immer noch den Vergleich für unpassend halten, werde ich nach einer anderen Illustration für das wissenschaftliche Anliegen von Prof. Hartmann in seinem letzten Lebensjahrzehnt suchen.
(2) Das von Ihnen genannte Buch von H. Primas war für ca zwei Jahrzehnte mein Nachschlagewerk in Grundsatzfragen zur quantentheoretischen Chemie. Wo Primas feldtheoretischer Ansatz der Chemie endet habe mich G. Preparata(QED Coherence) und Ch. Enz(two fluid model) weitergeführt. Da ist dann meine Entwicklung stehen geblieben
(3)Danke für den Hinweis auf W.H.Eugen Schwarz, Fritz Grein, Klaus Ruedenberg, In memoriam Hermann Hartmann, founder of TCA, on occasion of his 100th birthday. Theor Chem Acc (2014) 133:1508 DOI: 10.1007/s00214-014-1508-3
Habe diesen Aufsatz ebenfalls mit grosser Freude gelesen und werde den Link in die Wikipedia-Biographie aufnehmen
(4) Mir ist bewusst, dass die Hartmann-Biographie in der Wikipedia den Standpunkt der Vereinheitlichung betont. Diese Qualität passt zu seinem mit der Ligandenfeldtheorie begonnenen Lebenswerk und rundet es ab.
(5) Danke für die Erlaubnis mit Namens-Nennung aus Ihren emails zu zitieren. Wenn es so weit ist werde ich Sie informieren.
Ich liebe provozierende Äusseungen z.B. bzgl des Vergleichs Einstein-Hartmann sie bringen Leben in jede Diskussion.

Herzliche Grüsse
Ihr
Bernd Zeiger



Original-Nachricht
Betreff: .Prof.Hartmann:Arbeitsstelle Theoretische Chemie
Datum: Tue, 20 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Hans Sillescu"
Cc: "Jug, Prof.Dr."


Lieber Herr Prof. Sillescu,
da Ihnen mein Vergleich zwischen Prof. Hartmann und A. Einstein in der Wikipedia so ganz und gar nicht gefällt habe ich Ihnen jetzt meine Gründe dafür in Form einer Tabelle beigefügt.
Als Einleitung zu der Tabelle hier ein Zitat:

"Among the numerous, exciting scientific achievements of our century, perhaps the most outstanding is the advent of the unified field. Both the search for the origin of the fundamental particles and that of our universe point to the unified field as the ultimate source. Thus, for the first time, we are given an objective glimpse of how our universe, and we, came to exist. It was the genius of Einstein again that gave seriousness to the idea of a unified field. Einstein strongly believed that the known force fields, which control natural phenomena, have a simple unified foundation. Indeed, his belief was so strong that he spent the last 30 years of his life trying to prove this concept. Unfortunately, his dream remained unfulfilled. However, his earlier pioneering work led to the development of quantum field theories that would eventually transform his vision into a reality." M. L. BHAUMIK (1999): UNIFIED FIELD—THE UNIVERSAL BLUEPRINT?


Übertragung von A. Einsteins`s Programm der Vereinheitlichung der Naturgesetze in die Chemie durch H. Hartmann:

Programm ÜberblickAlbert Einstein:
Programm der Vereinheitlichung der fundamentalen Wechselwirkungen
(ab ca. 1920)
Hermann Hartmann:
Programm der Vereinheitlichung der Grundmuster des Verhaltens der Materie.
(ab ca. 1970)
Der 1. SchrittVereinheitlichung von Gravitation und Elektromagnetismus – Idee des Einheitlichen Feldes der beiden Grundkräfte der Natur.Vereinheitlichung von Kernbewegung und Elektronendynamik – Idee eines Einheitlichen Feldes der beiden grundlegenden Aspekte des Verhaltens molekularer Materie.
BeobachtungZwischen den Gesetzen der Gravitation und des Elektromagnetismus bestehen Ähnlichkeiten in der mathematischen Beschreibung, insbesondere wenn die Kopplung des elektromagnetischen Feldes an die Materie stark ist.Im Übergangzustand (Sattelpunkt) chemischer Elementarreaktionen sind bestimmte Kernbewegungen stark an die Elektronendynamik gekoppelt.
Selbst-WechselwirkungWenn das Elektromagnetische Feld stark an die Matrie gekoppelt ist, wird sein Verhalten nicht-linear und trifft sich mit der Nicht-Linearität der Gravitation.Starke Kopplung von Kernbewegung und Elektronendynamik heisst, dass sich die Dynamik beider Bereiche auf der Ebene der Selbstwechselwirkung treffen. (Vakuumdynamik)
Massen-DynamikDie Selbst-wechselwirkung der Gravitation lässt sich klassisch durch eine nicht-lineare Theorie beschreiben:
Allgemeine Relativitätstheorie - Gravitation ist immer nicht-linear auch bei Abwesenheit von Materie .
Die Kernbewegung einschliesslich ihrer Selbstwechselwirkung lässt sich klassisch beschreiben:
Hartmann`sche klassische Störungstheorie (1971) des Lagrange-Formalismus.
Ladungs-DynamikDie Kopplung von elektromagnetischem Feld und Materie lässt sich quantenfeldtheoretisch beschreiben: Feynman`sche Störungstheorie(1949).Die Elektronendynamik lässt sicht sich quantenmechanisch aber auch quantenfeldtheoretisch beschreiben.
Rolle der Streu-Matrtix/S-Matrix)Die allgemeinste - Selbst-wechselwirkung zulassende - Beschreibung von Wechselwirkungen ist der
Formalismus der Streu-Matrix(S-Matrix).
Die S-Matrix verallgemeinert die bei allen Streuexperimenten anzutreffende Situation.
Das Zusammenwirken der klassischen und quantentheoretischen Aspekte molekularer Wechselwirkungen einschliesslich von Selbstwechlwirkungen wird von der semiklassischen Streu-Matrix erfasst: Miller 1970.
Rolle der Lagrangedicht bzw.
Lagrangefunktion
Die Elemente der Streu-Matrix sind die Streuamplituden für den Übergang vom Anfangszustand in den Endzustand
Über das Feynman`sche Wegintegral lassen sich die Übergangs-wahrscheinlichkeiten aus der Lagrangedichte berechnen.
Die Hartmann`sche Störungstheorie liefert die klassischen Trajektorie der Kernbewegung bei gegebener Lagrangefunktion.
Über die Semiklassische S-Matrix werden daraus der Wirkungsquerschnitt
bzw. die Geschwindigkeitskonstante chemischer Elementarvorgänge berechnet.
Ziel des ProgrammsDie Bestimmung der Lagrangedichte des Einheitlichen Feldes ist das Ziel von Einstein`s Programm der Vereinheitlichung aller Grundkräfte der Natur.Die Bestimmung der allgemeinen Lagrangefunktion molekularer Wechselwirkungen ist das Ziel von Hartmann`s Programm der Vereinheitlichung molekularer Verhaltensmuster.

Dies ist alles schon 40 Jahre her, aber meine Erinnnerung an die vielen Jahre in persönlichem Kontakt mit Prof. Hartmann (ich wohnet damals sogar in Glashütten) ist noch sehr lebendig. Letzteres ist gut so, denn in keiner anderen Biographie wird über das Denken von Prof. Hartmann in seinem letzten Lebensjahrzehnt d.h. an der Arbeitsstelle für Theoretische Chemie in Glashütten, berichtet. Es entsteht dadurch der Eindruck als wäre diese Zeit irrelevant; tatsächlich bildet sie aber den Höhepunkt seiner Forschertätigkeit als Theoretiker.

Der beigefügte Vergleich beschränkt sich bewusst auf die Jahre wo ich direkten Kontakt mit Prof. Hartmann hatte. Mir ist aber bekannt, dass er die Idee eines Einheitlichen Feldes des Verhaltens der Materie nicht nur semi-klassisch(wie mit mir), sondern auch klassisch mittels einer nicht-linearen Schrödinger Gleichung (durch W. Ulmer) und rein feldtheoretische( durch K.-M. Chung) anging.

Jede Biographie, die sein Dennken in diesen Zeitraum an der Arbeitsstelle für theoretische Chemie nicht angemessen würdigt ist definitiv unvollständig.

Über weiteren Gedankenaustausch zum vereinheitlichenden Denken von Prof. Hartmann in seinem letzten Lebensjahrzehnt freue ich mich.

Herzlichst Ihr
Bernd Zeiger


Original-Nachricht
Betreff: Re: .Prof.Hartmann:Arbeitsstelle Theoretische Chemie
Datum: Mon, 26 Jan 2015
Von: Hans Sillescu
An: "Dr.Zeiger"

Lieber Herr Zeiger,
Ihr "Vergleich" von Einstein und Hartmann ist meinem Denken über
Wissenschaftsgeschichte so fremd, daß ich vorziehe, mich nicht dazu zu
äußern.

Gegen eine Veröffentlichung meiner Mail vom 17.1. habe ich nichts
Hans Sillescu


Original-Nachricht
Betreff: AW: Prof.Hartmann:Arbeitsstelle Theoretische Chemie
Datum: Tue, 27 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Hans Sillescu"
Cc: "Jug, Prof.Dr."

Lieber Herr Prof. Sillescu,
vielen Dank für Ihre kurze und klare Antwort, die ich wegen ihrer Offenheit sehr zu schätzen weiss. Sie erklärt mit einem Wort, warum das Denken von Prof. Hartmann in seinem letzten Lebensjahrzehnt überhaupt keine Resonanz gefunden hat und deshalb in den aktuellen Würdigungen zu seinem 100sten Geburtstag völlig ausgeklammert wird.
Das ist für mich deshalb verwunderlich, weil die Vereinheitlichende Art zu denken, in der Physik als "Heiliger Gral" verehrt wird www.spektrum.de/lexikon/astronomie/verei...lichung/512&_druck=1

Sind Sie damit einverstanden, wenn ich Ihre beiden Emails vom 26.1. in der folgenden veeinfachten Form in das Forum übernehmene?
Wenn ich nicht von Ihnen höre sehe ich das als Zustimmung an.
Von Herzen alles Gute
Ihr
Bernd Zeiger


Original-Nachricht
Betreff: Re: Prof.Hartmann:Arbeitsstelle Theoretische Chemie
Datum: Tue, 27 Jan 2015
Von: Hans Sillescu
An: "Dr.Zeiger"

Lieber Herr Zeiger,
können Sie mir kurz erklären, worum es sich bei dem Forum handelt? Ich
weiß sonst nicht so recht, was meine Zustimmung bedeutet.
Viele Grüße
Ihr Hans Sillescu


Original-Nachricht
Betreff: AW: Prof.Hartmann:Arbeitsstelle Theoretische Chemie
Datum: Tue, 27 Jan 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Hans Sillescu"
Cc: "Jug, Prof.Dr."

Lieber Herr Prof. Sillescu,
das Forum, in welchem ich mich in meinem Ruhestand engagiere ist dem Thema "Naturwissenschaft & Veda" gewidmet und definiert sich folgendermassen:

Natural Science which describes and systematises the phenomena observed in the material/physical world is the most developed field of science in our time. The phenomena of the physical world are collectively referred to as "Nature" or “Life“ and range from the subatomic to the cosmic. These phenomena discovered by modern science are related in this forum to the knowledge contained in the traditional Vedic Literature. The purpose of such discussions is to confirm and strengthen the validity of intuitively gained insights by cultivating the understanding that the objective approach of modern science and the subjective approach of Transcendental Meditation ultimately refers to the same reality which modern physics calls “Unified Field” and Vedic Science “Transcendental Consciousness.
www.tm-darmstadt.de/das-forum/39-natural...turwissenschaft.html

Falls Ihnen diese Kurzinformation nicht ausreichen sollte, stehe ich gerne für detaillierte Auskünfte zur Verfügung. Zusammen mit der Argumentationsweise in meinen Emails macht Ihnen die kurze Erklärung aber vermutlich deutlich, dass sich für mich persönlich mit dem Forum ein Verständnisbogen schliesst, der während meines Studium durch Prof. Hartmann angeregt worden ist und den ich mein ganzes Leben lang unbeirrt verfolgt habe.
Herzliche Grüsse
Ihr
Bernd Zeiger


Nachtrag:
Die aktuellen akademischen Biographien von Prof. Hermann Hartmann (Stand 2014)

1. Herrmann Hartmann - Pionier der Theoretischen Chemie von Anne Hardy
2. W. H. E. Schwarz, F. Grein, K. Ruedenberg: In memoriam Hermann Hartmann, founder of TCA, on the occasion of his 100th birthday. Theoretical Chemistry Accounts 133(8),1508-1509,2014.doi:10.1007/s00214-014-1508-3
3. www.genealogy-theochem.de/vita.php?id=28&lng=de

erwähnen mit keinem Wort seine Forschungen des letzten Lebenjahrzehnts in Richtung Einheitlichem Feld der chemischen Bindung. Hier die Liste der entsprechenden Arbeiten zu diesem Thema aus der Wikipedia Biographie:
de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hartmann_%28Chemiker%29

Arbeitsstelle für Theoretische Chemie, Glashütten (1972 – 1984):

H. Hartmann: Eine klassische Störungstheorie. Theoretica Chimica Acta 21, 185 –190 (1971)
H. Hartmann: Über die Hartreesche Methode. Theoretica Chimica Acta 27 (2) 147-149 (1972), Abstract
H. Hartmann: Die Bewegung eines Korpers in einem ringformigen Potentialfeld, Theoretica Chimica Acta 24, 201–206 (1972).
M.W. Morsy, A. Rabie, A Hilal, H Hartmann: Consequences of resonance tunnelling in chemical kinetics. Theoretica Chimica Acta 35(1) 1-15 (1974)
H. Hartmann, K.-M. Chung: On the Application of a Classical Perturbation Theory to the Theory of Coupled Fields. Theoretica Chimica Acta 47( 2) 147-156 (1978)
H. Hartmann, K.-M. Chung: Classical nonlinear field theory of chemical bonding. International Journal of Quantum Chemistry 18 (6) 1491 – 1503 (1980)
D. Schuch, K.M. Chung, and H. Hartmann: Nonlinear Schrödinger-type field equation for the description of dissipative systems. I. Derivation of the nonlinear field equation and one-dimensional example, Journal of Mathematical. Physics. 24, 1652 - 1660 (1983)

Erste Mitarbeiter von H. Hartmann an der Arbeitsstelle für Theoretische Chemie bei der Begründung seiner Feldtheorie molekularen Verhaltens:

B. Zeiger: Klassische Störungstheorie nicht-reaktiver molekularer Wechselwirkungen. Universität Frankfurt (1975) Dissertation
W. Ulmer: On the Representation of Atoms and Molecules as Self-Interacting Field with Internal Structure. Theoretica Chimica Acta 55, 179 – 205 (1980)
Letzte Änderung: 4 Jahre 6 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.
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