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THEMA: Forschungsimpuls: Psycho-Physiologie der TM

Forschungsimpuls: Psycho-Physiologie der TM 8 Jahre 7 Monate her #96

Spirituelle Erneuerung zur Verbesserung der Lebensqualität des einzelnen und der Gesellschaft war 1955 der Ansatzpunkt für Maharishi Mahesh Yogi die Transzendentale Meditation allgemein zugänglich zu machen. Auch heute nach über 50 Jahren haben die meisten noch keine klare Vorstellung von Spiritualität. Was darüber in den Lexika zu finden ist, hat für das praktische Leben wenig Bedeutung. Auch an Schulen und Hochschulen hört man nur wenig über Spiritualität.

Maharishi Mahesh Yogi hat dem Begriff Spiritualität von Anfang an eine ganz bodenständige Bedeutung gegeben als

optimales Engagement im relativen Bereich des Denkens, Wahrnehmens und Verhaltens auf dem Hintergrund bewussten Seins, der stillen absoluten Grundlage des relativen Leben.

Dass ein solcher absoluter Bereich des Lebens existiert und dass man damit im wörtlichsten Sinne rechnen kann, das war die Erkenntnis der Quantentheorie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In der Pionierzeit der Quantenmechanik wurde auch das Prinzip entdeckt wie die absolute Realität praktisch zugänglich ist: der Dritte Hauptsatz der Thermodynamik, der für jedes System die Existenz und Eigenschaften eines absoluten Grundzustandes der Aktivität sicherstellt.

Die Transzendentale Meditation bringt diese Erkenntnisse der Quantenphysik ins praktische Leben. Die 2x tägliche Erfahrung des Zustandes geringster Anregung der gedanklichen Aktivität (Grundzustand) während 20 Minuten Transzendentaler Meditation belebt die Qualitäten dieses Zustandes zunehmend im aktiven Bereich des Lebens, angefangen mit dem Geist, über den Körpers und des Verhaltens bis hin zum gesamten Umfeld.

Entfaltung des geistigen Potentials, Verbesserung der Gesundheit und des zwischenmenschlichen Verhalten sowie die Verwirklichung gesellschaftlichen Friedens sind die grossen Wirkungsbereich der TM. Diese Wirkungen entfalten sich automatische, d.h. auf naturgesetzliche Weise, so wie sich z.B. eine Flüssigkeit spontan zum Kristall ordnet, wenn die Temperatur abnimmt.

Die Wirkungen der Transzendentalen Meditation im täglichen Leben lassen sich durch die Änderung der unterschiedlichsten Messgrössen nachweisen. Solche Messgrössen werden mit den Methoden der modernen Wissenschaft definiert und untersucht. Die TM bewirkt u.a. folgende Veränderungen:
zunehmende Intelligenz, Stärkung des Immunsystems, harmonischeres Sozialverhalten und grössere Lebensqualität in der Gesamtgesellschaft.
Das bereite Wirkungsspektrum der TM wird verständlich durch den besonderen Zustand der währen der TM erfahren wird.

Jeder der die Transzendentale Meditation praktiziert, kann bestätigen, dass dadurch von Anfang an ein Zustand des Geistes zugänglich wird, der ohne diese geistige Technik vom Menschen nicht so leicht erfahren werden kann:
tiefe Ruhe in Verbindung mit völliger Wachheit.
Die für die TM typische Erfahrung der ruhevollen Wachheit erwies sich aus der Sicht der Physiologie als ein eigener 4. Hauptbewusstseinszustand neben Wachen, Schlafen und Träumen. Dies wurde durch die 1970 abgeschlossene Doktorarbeit von R. K. Wallace an der Universität Kalifornien erstmals eindeutig nachgewiesen.

Dieser Pionierarbeit folgten bis zum Jahre 2010 etwa 700 wissenschaftliche Arbeiten über die TM. Welche Entwicklung dabei durchlaufen wurde illustriert der folgende Vergleich der Veröffentlichungen von 1970 mit denen von 2010. Wie wir sehen werden geht diese Entwicklung in Richtung einem 5. Hauptbewusstseins-zustandes des Menschen wo relatives und absolutes Leben zu 100% ko-existieren: 200% Leben.

1. Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur TM im Jahre 1970

In den 1960/70er Jahre begannen eine ganze Reihe von Wissenschaftlern die Transzendentale Meditation mit Hilfe der Methoden der modernen Wissenschaft zu untersuchen. Eine Zusammenfassung diese Pionierforschungen gibt der Literaturüberblick:

D. P. Kanellakos, J.S. Lukas: The Psychobiology of Transcendendental Meditation. W.A. Benjamin Inc, 1974.

1970 war das Jahr, in dem die ersten Forschungsergebnisse zur TM in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden:

(1) J. Allison: Respiratory changes during transzendental meditation. Lancet, 7651, 833-834 (1970)

Diese Studie eines Arztes aus England untersucht die Atemveränderung einer einzigen Versuchperson während der Ausübung der Transzendentalen Meditation. Die deutliche Abnahme der Atemfrequenz während der T M weist auf einen entspannten und ruhevollen Zustand. Die Atemfrequenz derselben Versuchsperson während der Betrachtung einer Fernsehsendung war mehr als doppelt so hoch.

(2) R. K. Wallace: Physiological Effects of Transcendental Meditation Science. 167, 1751 – 1754 (1970)

Diese Arbeit berichtet über die Veränderungen, die im Sauerstoffverbrauch, in der Herzfrequenz, im Hautwiderstand und im EEG bei 15 erfahrenen TM-Ausübenden während 30 Minuten Meditation beobachtet wurden. Zum Vergleich wurden dieselben Messgrössen während der Zeit vor und nach der Meditation ermittelt, wo die Versuchspersonen lediglich mit geschlossenen Augen dasassen. Die Herzfrequenz war während der TM signifikant niedriger als vor der Meditation. Der Sauerstoffverbrauch war während der Meditation deutlich niedriger und der Hautwiderstand deutlich erhöht. Im EEG (des Hinterkopfes) zeigten alle Versuchspersonen während der Meditation im Alpha-wellenbereich deutlich grössere Regelmässigkeit, erhöhte Amplituden und gelegentliche Verschiebungen zu niedrigeren Frequenzen. Im Theta-Wellenbereich wurde bei allen Personen während der Meditation kurzeitig eine erhöhte Aktivität beobachten während gleichzeitig die Alpha-Aktivität abnahm. Aufgrund dieser Befunde lässt sich der Zustand während der Transzendentalen Meditation physiologisch deutlich von anderen bekannten Zuständen des Bewusstseins unterscheiden
.

(3) M.A. Blair: Meditation in the San Franciscus Bay Area- an introductory survey. Journal of Transpersonal Psychology 2, 61 – 70 (1970)

Dieser Bericht gibt eine Zusammenfassung des ersten Kurses über die Wissenschaft der kreativen Intelligenz, der im Frühjahr 1970 an der Stanford Universität abgehalten wurde. Die Wissenschaft der Kreativen Intelligenz umfasst die Theorie der Transzendentalen Meditation.

(4) H. Benson, R.K. Wallace: Decreased drug abuse with Transcendental Meditation : A study of 1862 subjects. In: Proceedings of Drug Abuse. International Symposium for Physcians, University of Michigan November 1970.

Diese Retrospektivuntersuchung an 1862 Personen, die im Durchschnitt die Transzendentale Meditation für 20 Monate ausgeübt hatten ergab eine signifikante Senkung im Verbrauch der Drogen Marijuana, LSD, Betäubungsmittel, Amphetamine, Tabak und Alkohol.

Die 1970 erstmals veröffentlichten physiologisch und biochemisch Veränderungen während der Transzendentalen Meditation zusammen mit der subjektiven Erfahrung ruhevoller Wachheit in der T M und die resultierenden positiven Wirkungen im täglichen Leben führten dazu, die Existenz einen von Wachen, Schafen und Träumen eindeutig unterscheidbaren vierten Hauptbewusstseinzustand zu postulieren, der auch als Grundzustand der Bewusstseins oder Zustand der geringsten Anregung des Geistes interpretiert werden kann.

Durch folgende Messgrössen wurde 1970 durch R.K. Wallace die Existenz eines 4. Haupt-Bewusstseinszustandes während der Transzendentalen Meditation empirisch begründe:

1. Abnahme des Sauerstoffverbrauches und damit der Stoffwechselrate um ca. 20% und somit mehr als während einer ganzen Nacht Schlaf.
2. Verminderte Kohlendioxid Ausscheidung bei gleichbleibendem Partialdruck von Sauerstoff und Kohlendioxid als Kennzeichen eines stabilen Zustandes tiefer Ruhe.
3. Abnahme des Blutlaktatgehaltes als Indikator für Angstfreiheit.
4. Abnahme der Herzfrequenz um ca. 5 Schläge pro Minute und damit auch Senkung des Herzminutenvolumens, was eine Verringerung in der Herzleistung entspricht.
5. Zunahme des elektrischen Hautwiderstandes bis auf das Sechsfache der
normalen Entspannung.
6. Charakteristische EEG-Muster: eine deutliche Zunahme von Alpha und
Thetawellen mit Thetamustern in 2-4 Sekunden Gruppen von besonders regelmässiger Form als Charakteristikum der Erfahrung ruhevoller Wachheit.


Die von Maharishi Mahesh Yogi damals auf der Grundlage der vedischen Beschreibungen der Bewusstseinsentwicklung sowie im Rahmen der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz gemacht Voraussage war, dass

sich durch den regelmässigen Wechsel von Transzendentaler Meditation mit einer normalen Tagesroutine der 4. Hauptbewusstseinszustand im menschlichen Nervensystem zunehmend stabilisiert und während der wechselnden aber aufeinander bezogenen, d.h. relativen Phasen, von Wachen, Schlafen und Träumen als ruhender Bezugsbereich erhalten bleibt.

Diese Stabilisierung den 4. Bewusstseinszustandes während der Aktivität wird als kosmisches (= alles umfassendes) Bewusstsein bezeichnet, weil es die absolute Lebensphase mit der relativen integriert. Inwieweit wird diese Voraussage durch die weitere Forschung bestätigt? Betrachten wir dazu die wissenschaftlichen Veröffentlichungen über die Transzendentale Meditation aus dem Jahre 2010.

2. Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur TM im Jahre 2010

Seit den Pionierforschungen zur Transzendentalen Meditation in den 1970er Jahren sind die Untersuchungsmethoden weiterentwickelt worden. Das gilt vor allem für den Bereich der Hirnforschung. Entsprechend haben sich auch die wissenschaftlichen Fragestellungen verändert. Motor für diese Entwicklung sind die Millionen Menschen, die weltweit die Transzendentale Meditation erlernt haben und dadurch ganz neue Bereiche des geistigen Potentials entfaltet haben. Da sich durch die TM die bewusstseinsmässige Voraussetzung für jede Art von Erkenntnis erweitert und die kreative Intelligenz zunimmt, hat das notwendigerweise auch Auswirkungen auf die Wissenschaft. In dem sich das Bewusstsein auch von Wissenschaftlern erweitert, hat das Auswirkungen auf das kollektive Bewusstsein der Gesellschaft. Die wissenschaftlichen Forschung spiegelt diesen Trend wider. Der Übersicht halber werden die 2ß10 veröffentlichten Forschungsarbeiten in drei Themen-Gruppen zusammengefasst:

2.1 Themenbereich: Bewusstseinsentwicklung
2.1.1 EEG der Bewusstseinszustände
2.1.2 Dynamische Natur des Geistes
2.1.3 Überwindung von Depressivität durch TM

2.2 Themenbereich: geordnete Gehirnfunktion
2.2.1 Kohärenz des Standard Netzwerks durch TM
2.2.2 Integrative Funktion der TM

2.3 Themenbereich: Schutz vor Stress
2.3.1 Stressfreies Management
2.3.2 Abnehmendes Risiko von Herzkreislauferkrankungen
2.3.3 Rehabilitation von Strafgefangenen

Letzte Änderung: 8 Jahre 5 Monate her von admin. Begründung: bessere Lesbarkeit des Textes

Aw: Forschungsimpuls: Psycho-Physiologie der TM 8 Jahre 7 Monate her #97

2. Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur TM im Jahre 2010

Mit Bezug auf die Transzendentale Meditation wurden 2010 die im Folgenden genannten 12 wissenschaftlichen Arbeiten in Fachzeitschriften veröffentlicht bzw. im Internet vorgestellt. Schon die Titel der Arbeiten weisen auf eine Schwerpunktsverschiebung in Richtung Bewusstseinsentwicklung durch TM.

2.1 Themenbereich: Bewusstseinsentwicklung

2.1.1 EEG der Bewusstseinszustände

(1)Mason L.I., Orme-Johnson D.W.: Transcendental consciousness wakes up in dreaming and deep sleep. International Journal of Dream Research 3(1), 28-32 (2010)


In einem Kommentar zu dem Aufsatz von
J. A. Hobson: The neurobiology of consciousness: Lucid dreaming wakes up
fassen Mason und Orme-Johnson die EEG-Forschung der Transzendentalen Meditation seit 1970 zusammen und geben experimentelle Belege dafür, dass durch regelmässige Ausübung der T M reines Bewusstsein während Wachen, Schlafen und Träumen präsent ist.

Zur Unterscheidung der verschieden Bewusstseinszustände wird in der EEG-Forschung die elektrische Gehirnwellenaktivität üblicherweise in folgende Frequenzbereiche unterteilt (vereinfacht):
Gamma/Beta-Wellen: 13 - 30Hz, Alpha/Theta-Wellen: 4-12 Hz, Delta-Wellen: 1-4 Hz.

Dies führt auf folgende Spezifizierungen der Bewusstseinsentwicklung durch Transzendentale Meditation

1. Typisch für den Übergang vom Wachzustand zum transzendentalen Bewusstsein, d.h. für den Prozess des Transzendierens, ist die Abnahme der Gamma-Wellen-Aktivität im EEG. Gleichzeitig nimmt die Kohärenz der Alphawellen im frontalen Gehirnbereich zu.

2. Typisch für reines transzendentales Bewusstsein sind Alpha-Wellen-Kohärenz und
-Synchronität weit auseinaderliegender Gehirnbereiche: d.h. zwischen rechter(Synthese) und linker(Analyse) Gehirnhälfte bzw. Vorderhirn (Intellekt, Wachheit) und Hinterhirn(Wahrnehmung). Während im EEG des reinen Bewusstseins die Alpha-Wellen dominieren, ist die Aktivität in den anderen Frequenzbereiche stark reduziert aber ebenfalls kohärent.

3. Die Koexistenz reinen Bewusstseins während des Wachzustandes zeigt sich in verstärkter Gamma-Wellen-Aktivität, verbunden mit hoher frontaler Alphawellen-Kohärenz. Gamma-Wellen hoher Intensität sind typisch für den Wachzustand und die damit verbundene gedankliche Aktivität. Gamma-Aktivität im EEG ist Ausdruck des Zusammenwirkens nahe beieinanderliegenden Neuronen-Gruppen des zerebralen Cortex.

4. Typisch für den Tiefschlaf ist die Zunahme an Delta-Wellen im EEG. Die Koexistenz reinen Bewusstseins während des Tiefschlafes (Wachschlaf) zeigt sich im EEG durch das Auftreten charakteristischer Alpha/Theta Aktivität, als Kennzeichen transzendentalen Bewusstseins, parallel zu Delta-Wellen, als Kennzeichen des Tiefschlafs.

2.1.2 Dynamische Natur des Geistes

In der Internet-Präsentation
(2) www.truthabouttm.org/truth/TMResearch/Ne...nsiousness/index.cfm
weist Orme-Johnson auf die Bedeutung des Standart Netzwerkes des Gehirn für mentale Prozesse hin:

Standard-Netzwerk (Default Mode Network, DMN) ist der Bereich des Gehirns, in dem während der Transzendentalen Meditation die Kohärenz und Synchronität der Alpha/Theta Wellen auftritt.

Raichele, ME: The brain’s dark energy. Scientific American, March 2010

Wilhelm K : Der neue Kontinent im Kopf. Bild der Wissenschaft Februar 2010

www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive...v/index2.php?page=46

Zu den Kernkomponenten des Standardsystems gehört der mediale präfrontale Cortex, der Dinge und Ereignisse bewertet und einordnet mit einer sehr persönlichen Perspektive. Wenn Menschen beispielsweise Adjektive aus einer Liste auswählen sollen, die ihrer Ansicht nach zu ihnen passen, springt der mediale präfrontale Cortex an. Nicht nur er, auch andere Teile des Standard-Netzwerkes sind eng verbunden mit dem Hippocampus, der für das autobiografische Gedächtnis unerlässlich ist, Immer wenn sich Menschen mit sich selbst beschäftigen, aktivieren sie ihr Standard-Netzwerk. Das Standard-Netzwerk ist in Aktion. wenn der Geist von einem Gedanken zum anderen schweift. Erst wenn sich der Mensch wieder auf eine Aufgabe konzentriert, wird das Standard-Netzwerk zurückgefahren. Ganz anders bei der Depression, bei der sich die Patienten immer wieder ums eigene Ich drehen und aus der Selbst-Reflexionsmühle nicht mehr herauskommen. Depressionen zeichnen sich dadurch aus, dass das Standard-Netzwerk nicht herunterreguliert werden kann.
DefaultModeNetwork_2011-02-11.jpg


2.1.3 Überwindung der Depressivität durch TM

Zwei im April 2010 auf der 31. Jahrestagung der Society of Behavioral Medicine in Seattle vorgestellte Studien aus den USA weisen nach, dass sich durch Transzendentale Meditation depressive Symptome um etwa die Hälfte vermindern.

(3)www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Medi...en1771015586773.html

Die Wirkung der Transzendentalen Meditation bei depressiven Patienten untersuchte A. Grandinetti, Universität Hawai, bei 53 älteren hawaiianischen Patienten sowie H. Myers, Universität Kalifornien, bei 59 älteren afroamerikanische Patienten. Beide Studien ermittelten die depressiven Symptome nach drei und neun bis zwölf Monaten. Ko-Autor beider Studien ist S. Nidich von der Maharishi University of Management. Die Wirkung der TM wurde mit dem Effekt eines gewöhnlichen Gesundheitsprogramms verglichen. Die Transzendentale Meditation verringert das Auftreten depressiver Symptome im Schnitt um 48 Prozent. Depressive Störungen gelten auch als Risikofaktor für Herzkreislaufprobleme.
TMReducesDepression.jpg

Fig. 1 Transcendental Meditation reduces symptoms of depression


2.2 Themenbereich: Geordnete Gehirnfunktion

2.2.1 Kohärenz des Standard Netzwerks durch TM

(4)Travis F, Haaga DA, Hagelin J, Tanner M, Arenander A, Nidich S, Gaylord-King C, Grosswald S, Rainforth M, Schneider RH. A self-referential default brain state: patterns of coherence, power, and eLORETA sources during eyes-closed rest and Transcendental practice.Meditation Cogn Process. 2010 Feb;11(1):21-30 (2010)

Diese an der American University Washington DC durchgeführte randomisierte, kontrollierte Studie an 38 Studenten zeigt, dass während der Transzendentale Meditation das Standart Netzwerk kohärent arbeitet, d.h. es verwirklicht einen neuen Grundzustand in Form eines „Meta-Bewusstsein“ Das kleine Ich erweitert sich zum grossen kosmischen Ich, dem Selbst. Angezeigt wird das durch höhere Alphawellenaktivität im frontalen Kortex und niedrigere Beta und Gamma Wellen-Aktivität in den vorderen Bereichen des Gehirns.

eloreta_meditation_fig1.jpg

Fig. 2 These raw EEG tracings during eyes-closed rest (left) and Transcendental Meditation (right) represent 18 tracings over 6 seconds. The top tracings are from frontal sensors; the middle tracings are from central sensors; the bottom tracings are from parietal and occipital sensors (back). Note the high-density alpha activity in posterior leads during eyes-closed rest, and the global alpha bursts across all brain areas during Transcendental Meditation practice. Credit: Cognitive Processing, Volume 11 (2010), Issue 1

Hinzu kommt, dass während der TM erhöhte kohärente Alpha Aktivität zwischen beiden Gehirnhälften gemessen wurde. Die eLORETA EEG-Schnittbilder zeigen, dass die Quellen der Alpha-Aktivität im Bereich des Standart-Netzwerks liegen. Durch Transzendentale Meditation entsteht also ein hoch geordneter Funktionsstil im Gehirn.

eloreta_meditation_fig2.jpg

Fig. 3 eLORETA images of sources of alpha EEG during TM compared to eyes-closed rest in the default mode network (the white areas). Credit: Cognitive Processing, Volume 11 (2010),Issue 1

David Haaga, Ko-Autor der Studie und Professor für Psychology an der American University in Washington DC schreibt über die Studie:
psychcentral.com/news/2010/03/05/transce...ets-brain/11899.html
The finding of significant brain wave differences between students practicing the Transcendental Meditation technique and those simply resting with their eyes closed is especially convincing because subjects were randomly assigned to conditions, and testing was conducted by a researcher unaware of the experimental condition to which the subject had been assigned.

2.2.2 Integrative Funktion der TM

(5)Travis F, Shear J: Focused attention, open monitoring and automatic self-transcending: Categories to organize meditations from Vedic, Buddhist and Chinese traditions. Consciousness and Cognition 19, 1110-1118 (2010)

(6)Josipovica Z: Commentary
Duality and nonduality in meditation research. Consciousness and Cognition
Volume 19(4) 1119-1121 (2010)

(7)Travis F, Shear J:
Reply to Josipovic: Duality and non-duality in meditation research Consciousness and Cognition 19(4), 1122-1123 (2010)


Diese Arbeiten begründen drei bedeutungsvolle Erkenntnisse:

Die zahllosen Meditationsmethoden lassen sich unter drei grundlegende geistige Vorgänge klassifizieren:
I. gerichtete Aufmerksamkeit (Konzentration),
II. freie Bewegung des Geistes (Kontemplation) und
III. Transzendieren (Transzendentale Meditation).

(2) Die drei grundlegenden geistigen Funktionsweisen lassen sich durch ihren(1) Bezugs zum Standard-Netzwerks unterscheiden.

(3) Das Standard-Netzwerk erfährt durch die Transzendentale Meditation eine
grundlegende Veränderung in Richtung Kohärenz.


zu 1: Drei elementare Geistesfunktionen


F. Travis und J. Shear begründen, dass zu einem angemessenen Verständnis der TM die Fähigkeiten des Geistes zur gerichteten Aufmerksamkeit(Konzentration) und zur ungerichteten Wachheit(Kontemplation) nicht ausreichen sondern eine dritte Kategorie erforderlich ist, die sie automatisches Selbst-Transzendieren nennen. Jedem der drei geistigen Vorgänge können typische EEG-Bereiche und EEG-Muster zugeordnetr werden:

I. Focused attention, characterized by beta/gamma activity, included meditations from Tibetan Buddhist, Buddhist, Zen and Chinese traditions.
II. Open monitoring, characterized by theta activity, included meditations from Buddhist, Chinese, and Vedic traditions.
III. Automatic self-transcending, characterized by alpha1 activity, included meditations from Vedic and Chinese traditions.

Diese Klassifizierung basiert auf dem Ansatz, dass Meditation je nach Art immer einer bestimmten mentalen Aufgabe entspricht. Die EEG-Frequenzen mentaler Aufgaben sind wissenschaftlich bekannt. In den Worten von F. Travis:
The idea is that meditation is, in a sense, a 'cognitive task,' and EEG frequencies are known for different tasks.

Die Unterscheidung von drei grundlegenden mentalen Prozessen räumt mit dem Irrtum auf, das alle Meditationsarten letztlich identisch sind. Sogar innerhalb der drei Kategorien gibt es noch wesentliche Unterschiede in der Methode, der Ausrichtung, der Subjekt-Objekt-Beziehung und im Effekt. Es ist deshalb falsch alle Meditationen in einen Topf zu werfen:

Almost all of the scientific studies with significant results for heart health, stress relief, ADHD, etc. that are reported in journals are studies specifically on the Transcendental Meditation technique. "Meditation" techniques using concentration or contemplation don’t settle the mind but rather keep it active, so the practitioners do not have the experience of transcending thought and reaching that state of pure consciousness that is basis for unfolding the mental potential, improving hearth and better social behaviour.

zu 2 : Das Standard-Netzwerk und die Natur des Geistes

Die natürliche Tätigkeit des Geist wird vom Menschen als ständiger Strom von Gedanken und Empfindungen erfahren. Der Ursprung der ständigen geistigen Aktivität bzw. Wanderschaft des Geistes ist ein als Standart Netzwerk bezeichneter Gehirnbereich.

One candidate neural mechanism for generating the spontaneous and relatively unconstrained stream of thoughts is a network of regions in the frontal and parietal cortex known as the default network. This network of regions is highly active even when subjects are resting with their eyes closed suggesting a role in generating spontaneous internal thoughts.

The default network is a network of brain regions that are active when the individual is not focused on the outside world and the brain is at wakeful rest. The default mode network (DMN) is responsible for internal-oriented brain activity, such as mind-wandering, day dreaming, self-referential thought, future-oriented thought, episodic memory. So simply closing one's eyes and relaxing increases the default mode. Default mode network (DMN) is also known as intrinsic network, or the subject awareness (internal focus).

On the other hand, the thalamo-cortical network (TCN) is responsible for outward-oriented brain activity such as problem solving, communication, sensory-motor activity, and so on. Thalamo-cortical network (TCN), is also known as extrinsic network, or the object awareness (external focus).

According to F. Travis the activity in the default mode increases during TM compared to simple eyes-closed rest. While the DMN is activated in Transcendental Meditation (TM), the TCN is activated in focused attention (single-point awareness on an object, image, or thought).

Die drei natürlichen Funktionsstile des Geistes unterscheiden sich also bezüglich der Art der Aktivierung des Standart Netzwerks:

I. Konzentration: Standard Netzwerk wird von der gerichteten Aufmerksamkeit überdeckt.
II. Kontemplation: Standard Netzwerk bestimmt den Fluss der Aufmerksamkeit
III. Transzendieren: Standard Netzwerk nimmt einen hochgeordneten, energiereichen Funktionsstil an.

zu 3: Kohärenz des Standard Netzwerks durch TM

Die Forschungen von Z. Josipovica ergaben, dass es zusätzlich zu den beiden Aufmerksamkeitssystemen DMN und TCN, die gegensetzliche Funktionen repräsentieren, ein drittes System gibt, das als Tür-Steher zwischen den beiden Systemen agiert.
Dieses System befindet sich anatomisch im Locus caeruleus was wörtlich „himmelblauer Ort“ bedeutet. Der Locus caeruleus ist ein Teil der Formatio reticularis im Rhombencephalon. Seine Funktion ist die Steuerung von Orientierung und Aufmerksamkeit. Die Nervenzellen des Locus caeruleus antworten auf sensorische Anregung mit einer Freigabe von Transmittern, die eine breites Erregungsspektrum hervorrufen. Die zwei wichtigsten Verbindungen des Locus-caeruleus sind:
(a)der dorsale noradrenerge Weg zum medialen Vorderhirnbündel durch den kaudalen und lateralen Hypothalamus bis zum basalen Vorderhirn und dem Neocortex (DMN-Weg).
(b) der dorsale periventrikuläre Weg, der in den dorsalen Thalamus und in einige hypothalamische Zentren projiziert (TCN-Weg).

Neuroimaging data suggests that the human brain has at least two attentional states - a task-focused mode in which attention is focused externally on the task at hand and a less constrained internal mode dubbed the default state. The locus coeruleus may act as a "gate-keeper" between these two systems. modulating between external events and internally generated signals. When the brain is involved in the extrinsic network (the thalamo-cortical network) in external task processing, then the intrinsic network (the default mode network) is inactive, and the opposite is also true. When the DMN is active, the TCN is in-active.

The most important finding of Z. Josipovica`s work is that non-dual awareness synchronizes and correlates the two systems, which essentially stops the oscillation between the DMN (intrinsic system) and TCN (extrinsic system), collapsing the subject/object- and self/other-split. If the non-dual state is practiced long enough, it changes the structure and function of the brain.

While medial areas are activated in TM, there is evidence that lateral areas of the brain are activated in non-dual states.

In non-dual awareness, the two networks - DMN and TCN - are balanced, and over the long-term, this balance becomes a stage attainment, rather than a state experience.Based on his research Josipovic added a 5th stage, where subject, object, and reflective awareness (non-dual awareness in Josipovic's terms ) are all emphasized. In his view, this is the stage of consciousness that develops in long-term non-dual practitioners.
statesofmeditation.jpg

Fig. 4 From Chapter 19 in Ph. D.Zelazo, M.Moscovitch, and E.Thompson (editors): The Cambridge Handbook of Consciousness (Cambridge Handbooks in Psychology),2007.



2.3 Themenbereich: Schutz vor Stress

2.3.1 Stressfreies Management

Anknüpfend an die Forschungen von Travis et al zur Ordnungsfunktion der TM berichtete die Online-Ausgabe der Zeitschrift „Psychology today“ in dem Blog „Wired for Success“ (Auf Erfolg getrimmt), im März 2010 von den praktischen Konsequenzen, die sich aus der EEG-Forschungen der Transzendentalen Meditation für das Berufleben ergeben, insbesondere für Personen, die unter erhöhtem, beruflichem Druck stehen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass es jetzt eine kostengünstige, leicht zu erlernende und wirkungsvolle Methode gibt sich vor Stress und seinen Folgen zu schützen.

(8)www.psychologytoday.com/blog/wired-succe...-leaders-performance

R. B. Williams: How meditation can improve leaders' performance. March 7, 2010

The role of a leader in organizations is one of constant pressure to perform and stress to solve problems. Leaders need to be at the top of their game to be alert and productive at all times. Unfortunately, far too many leaders use adrenalin-type of strategies to do so, such as caffeine, long working hours and poor nutrition. Certainly the notion of slowing down and being in a peaceful state isn't commonly seen as an effective leadership strategy. Yet recent brain research shows that meditation can actually improve performance. So it seems that there is a cost-efficient, easy to learn strategy to enhance leaders' (and employees' in general), performance, that could make a significant difference.

Der Blog verweist auch auf frühere Forschungen, die von National Institute of Health der USA US finanziert wurden und zeigten, dass die TM den Blutdruck senkt, Herzkrankheiten vorbeugt und den Cholesterolspiegel senkt.


2.3.2 Abnehmendes Risiko von Herzkreislauferkrankungen

Auch in den folgenden Veröffentlichungen über die Risikofaktoren von Herzkreislauf-Erkrankungen wird auf die Bedeutung der Transzendentalen Meditation als vorbeugende Massnahme hingewiesen:

(9)Schwartz BG, Mayeda GS, Burstein S, Economides C, Kloner RA. When and why do heart attacks occur? Cardiovascular triggers and their potential role. Hosp Pract (Minneap). 38(5),144-52 (2010)


Coronary heart disease affects 7.6% of the population in the United States, where > 900 000 myocardial infarctions (MIs) occur annually. Approximately half of all MIs have an identifiable clinical trigger. Direct or indirect evidence suggests that the risk of triggered MIs is reduced with β-blockers, aspirin, statins, stress management, and transcendental meditation.

(10)Leeka J, Schwartz BG, Kloner RA: Sporting events affect spectators' cardiovascular mortality: it is not just a game. Am J Med. 2010 Nov;123(11):972-7.

Physiologic and clinical triggers, including mental stress, anxiety, and anger, often precipitate acute myocardial infarction and cardiovascular death. Sporting events can acutely increase cardiovascular event and death rates. Measures can be taken to reduce cardiovascular risk, including the use of beta-blockers and aspirin, stress management, transcendental meditation, and avoidance of high-risk activities, such as smoking, eating fatty foods, overeating, and abusing alcohol and illicit drugs.

2.3.3 Rehabilitation von Strafgefangenen

(11)Himelstein S: Meditation Research- The State of the Art in Correctional Settings. Int J Offender Ther Comp Criminol. 2010 Mar 23

This article reviews empirical research regarding the effects of meditation-based programs in correctional populations. Overall, research suggests three areas in which meditation-based programs provide sufficient treatment to criminal offenders: the enhancement of psychological well-being, a decrease in substance use, and a decrease in recidivism. This suggests that meditation-based programs may be proper treatment programs and support rehabilitation for correctional populations.

(12)Orme-Johnson DW: The Use of Meditation in Corrections.
International Journal of Offender Therapy and Comparative Criminology May 27, 2010


This article points out that the review of S. Himelstein covered only six of the 17 studies on the TM technique in corrections (35% of the evidence). Among the omissions were four randomized longitudinal studies with a total of 226 subjects and 25 studies on substance use. The four randomized trials ranged in length from 2 weeks to 10 months and found significant decreases in TM subjects compared to controls on self-report psychological measures of depression, neuroticism, sleep disturbance, suspicion, hostility, aggression, and assault. Noteworthy is that the randomized studies also found significant improvements on “hard” archival behavioral measures, such as reduced prison rule infractions and increased participation in educational and recreational programs over 10 months of practicing the TM technique, as well as reduced neurochemical stress markers after 4.5 months. Himelstein did review the three studies showing that TM practice reduces recidivism, by up to 43.5% fewer new convictions 15 years after release from prison compared to matched controls.

Bei der Rehabilitation von Strafgefangenen ist die zum Einsatz kommende Meditationsmethode bedeutsam:

In the 1970's, Folsom Prison had a test program where prisoners were taught TM as a tool for rehabilitation. The results were very positive and far-reaching. But because someone decided that all meditation is the same, an ineffective technique was used for a follow-up test program, and it failed miserably, giving the "researchers" the opinion that meditation didn't help prisoners' rehabilitation after all, rather than going back to the specific technique that did work. Just as we all know that all medicines aren't the same, everything referred to as "meditation" isn't the same either.

3. Theorie des Kosmischen Bewusstseins

L. Domesh hat 1975 eine Theorie vorgestellt, die das bei Ausübendenden der Transzendentalen Meditation beobachtete kosmischen Bewusstseins d.h. die Koexistenz von reinem Bewusstsein mit den relativen Zuständen des Wachen, Schlafen und Träumens, zu verstehen erlaubt:

L. Domesh: The Transcendental Meditation Technique and Quantum Physics: Is Pure Consciousness Macroscopic Quantum State in the Brain? Maharishis European Research University, 1975 :

The 5th state of consciousness (stabilized pure awareness along with thoughts) becomes exceedingly reminiscent of the two-fluid model used to describe a superfluid or superconductor. In the fifth state one experiences a well defined duality of consciousness: a silent, distinctly separate, spatially unbounded, temporally stabilized self awareness along with the usual localized exications of consciousness(i.e. thoughts and perceptions), much as the longe-range orderly aspect of the superfluid coexists with an active component at finite temperatures.

In dem - nach Registrierung zugänglichen - internen Wissenschaftsform wird die Theorie des kosmischen Bewusstseins ausführlich behandelt.
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