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THEMA: Konferenzen zur Bewusstseins-Forschung 1970/2010

Konferenzen zur Bewusstseins-Forschung 1970/2010 8 Jahre 7 Monate her #100

Der Vergleich zweier Meditations-Tagungen, eine von 1970 die andere von 2010, soll den aktuellen Forschungsstand zur Bewusstseinsentwicklung durch Meditation illustrieren. Das Ziel ist, daraus konkrete Schritte zur wissenschaftlichen Rezeption der Transzendentalen Meditation abzuleiten.

Die Transzendentale Meditation ist eine rein geistige Methode, die alle Kriterien der Wissenschaftlichkeit erfüllt und deshalb eine echte Erweiterung der zeitgenössischen Denkmethoden darstellt, also der Phänomenologie, Sprachanalyse (Semantik, Syntaktik, Pragmatik), Axiomatik (mathematische Logik) und Reduktion(Vereinheitlichung).

Auf die Frage wie im deutschsprachigen Raum die wissenschaftliche Seite der Transzendentalen Meditation gestärkt und damit das Ziel des Darmstädter Wissenschaftsforums schnell verwirklicht werden kann wurde folgender Handlungsentwurf vorgeschlagen:


Original Message
Date: Sun, 30 Jan 2011
Subject: Handlungsentwurf Darmstädter Wissenschaftsforum
From: Udo Redlich
To: Dr.Zeiger

Handlungsentwurf Darmstädter Wissenschaftsforum
1) Steigerung der Mitgliederzahl,
2) Weitergabe des Forschungsimpulses an jüngere Wissenschaftler,
3) Einladung eines qualifizierten externen TM-Referenten zum SMMR-Kongress (mit Yoga Vidya) im November 2011,
4) Eventuell Einbringung eines eigenen Referates,
5) Bildung eines beratenden Wissenschaftler-Gremiums bez. TM und TM/Meditations - Forschung für TM-Bewegung und Öffentlichkeit,
6) Erörterung zeitgemäßer "professionelltrer" Präsentation der TM (kompetente Vermittler, ansprechendes Format, kundenfreundliches Service Center etc.),
7) Städtetour eines interdisziplinären Vortragsteams (z.B. Psychologe, Arzt, Soziologe/Pädagoge, Naturwissenschaftler etc.)


Eine wesentliche Rolle spielen in diesem Handlungsentwurf wissenschaftliche Tagungen. Deshalb hier einige prinzipielle Überlegungen zur Vermeidung von Fehlschlüssen bei der Beurteilung vergangener Tagungen und von zukünftigen Planungsfehlern.

Konferenzen gehören zum wissenschaftlichen Alltag, denn sie sind für den einzelnen Wissenschaftler ein wichtiges Instrument, um zu einer realistischen Einschätzung zu gelangen, welchen Stellenwert ein bestimmtes Themas im Gesamtfeld der Forschung hat. Bei Tagungen stehen deshalb weder kompetitive noch fachspezifische Fragen im Mittelpunkt vielmehr spielen interdisziplinäre Gesichtspunkte eine wichtige Rolle. Die Tagungs-Vorträge sind deshalb inhaltlich breit angelegt, gehen über die Grenzen des jeweiligen Forschungsgebietes hinaus und richten sich nicht nur an Fachleute sondern auch an eine weit gefächerte Zuhörerschaft.

Zwei typische Tagungen werden hier genauer behandelt. Die eine Tagung aus dem Jahre 1970 wurde von einer der Transzendentalen Meditation nahestehenden Tagungsstätte organisiert. Die Tagung aus dem Jahre 2010 planten Wissenschaftler von der Universität Giessen.

Ist Meditation das Thema eines Kongresses sind folgende Besonderheiten zu beachten:

(1) Meditation ist ein sehr vager Begriff und umfasst sehr verschiedene Methoden, die auf z.T. auf gegensätzlichen Prinzipien beruhen. Werden auf einem Kongress unterschiedliche Meditationstechniken vorgestellt wie das bei dem Kongress im Jahre 1970 der Fall war, so sind die Hauptfragen
(a) der gemeinsame Nenner aller Methoden und
(b) die wesentlichen Unterschiede der einzelnen Methoden in Theorie und Praxis

(2) Wird Meditation aus der Sicht der modernen Methoden der Psychologie
und Physiologie betrachtet, ist es sinnvoll, nur einen bestimmten Typ von Meditation während einer Tagung zu behandeln.
Das war der Ansatz des Kongresses von 2010 wo nur Aufmerksamkeitsübungen behandelt wurden also Methoden der Konzentration und Kontemplation. In diesem Fall liegt das Schwergewicht mehr auf der wissenschaftlichen Methode und den Übungseffekten.

(3) Jeder Meditationskongress ist selbst ein Forschungsprojekt im Bereich des Bewusstsein, wenn auf der Tagung nicht nur über Meditation geredet sondern auch Meditation praktiziert wird. Auch aus dieser Sicht ist es sinnvoll nur einen bestimmten Meditations-Typ in den Mittelpunkt des Tagungsgeschehens zu stellen, damit keine Verwirrung bei den Tragungsteilnehmern bezügl. ihrer Meditations-Praxis entsteht.

Da wir gegenwärtig was die wissenschaftliche Seite der Transzendentale Meditation betrifft im deutschsprachigen Raum und vielleicht sogar in Europa wieder bei Null anfangen müssen, ist es sinnvoll bei der Planung von Tagungen die folgenden drei Schritte klar zu unterscheiden:

I . Schritt
Der erste Schritt, die Weckung des persönlichen Interesses an der TM-bezogenen Forschung, beginnt in den TM-Zentren und zwar dadurch, dass den Studenten bzw. den Lehrern von Schulen und Hochschulen, die mit der TM beginnen, schnell die Chance für ein aktives Engagement geboten wird und zwar gemäss ihren Interessen und Fähigkeiten. Alle TM-Lehrer sollten sich darüber klar sein, dass aktive Partizipation der Studenten bzw. Professoren der zentrale Punkt der Nachwuchsförderung ist.
Ohne Forscher keine Wissenschaft, ohne persönliche Erfahrung mit Bewusstseinsentwicklung keine Kompetenz in der Bewusstseinsforschung. Bewusstseinforschung ist keine rein objektbezoge Forschung, sondern bezieht das Subjekt, den Wissenschaftler, aktiv mit ein.

II. Schritt
Die Organisation von TM-internen wissenschaftlichen Arbeitstagungen wo einerseits Ideen und Erfahrungen ausgetauscht werden können wo aber auch die persönliche Meditationserfahrung vertieft wird, denn TM-Forschung beginnt mit der Erfahrung der eigenen Bewusstseinsentwicklung.
Anleitung durch erfahrene TM-Forscher und TM-Lehrer ist hier der zentrale Punkt also die Ausschöpfung aller noch vorhandenen personellen Resourcen (ältere erfahrene TM-Lehrer, Teilnehmer am Purusha Programm, etc.) sowie die Nutzung und damit Aufwertung vorhandener Akademien.

III: Schritt:
Teilnahme der TM-Nachwuchsforscher an Konferenzen, die von akademischen Forschungseinrichtungen organisiert werden bzw. an interdisziplinär ausgerichteten Tagungen wo verschiedene Meditationstechniken wissenschaftlich diskutiert werden.
Diese Phase wird interessant, wenn die Forschungen des wissenschaftliche TM- Nachwuchs ein ausgereiftes Stadium erreicht haben und eine Ausweitung der Perspektive angesagt ist.
Der zentrale Punkt ist hier die Bereitstellung eines Budgets zur die Finanzierung der Teilnahme an interdisziplinären Tagungen und Kongressen.
Derzeit ist die Maharishi University of Management, MUM, in Iowa USA, die einzige Forschungseinrichtung in der Welt wo gezielt die TM erforscht wird. Die Wissenschaftler und Lehrer dieser Universität sind deshalb die kompetentesten Repräsentanten der TM-Forschung. Diese Forscher sind einzuladen, wenn es um Präsentation auf wissenschaftlichen Tagungen geht.

Die folgende Email von Raja Felix als Antwort auf den Aufruf zur Einrichtung eines wissenschaftlichen Kompetenz-Teams der TM im deutschsprachigen Raum illustriert die Situation in der wir uns gegenwärtig befinden.

Original Message
Date: Sun, 06 Feb 2011
Subject: RE: Einladung zum Kompetenz-Team TM-Forschung
From: Felix Kaegi
To: Dr.Zeiger

Lieber Bernd
vor ein paar Tagen habe ich in Seelisberg eine sehr gute Professorin getroffen. Sie hat letztes Jahr Raja Hagelin, Fred Travis und Robert Schneider für Präsentationen an ihre Universität eingeladen; anschliessend haben sich top Professoren und 80 Studenten einführen lassen. Sie ist eine sehr intensive Frau, Sidha, und absolut erpicht, TM wieder zu einem Forschungsthema zu machen.

Sie ist der klaren Meinung, dass wir neue und unparteiische (unbiased) Forschung brauchen, sonst werden wir in der akademischen Welt nicht wahrgenommen und anerkannt. Mindfullness hätte bereits 1‘200 Studien von unabhängigen Instituten und die Studenten verlangten, dass auch sie diese Technik erlernen können. Sie meinte, heute würde jeder Student nach einer Lesung umgehend aufs Internet gehen und sich selbst schlau machen, was der wissenschaftliche Stand der Dinge ist. Unsere Forschung wird sofort als parteiisch erkannt (weil TM Leute wie Schneider, Travis, etc. involviert
waren, auch wenn die Forschung unter der Federführung einer anderen Person/Institution stand) und als „gekaufte“ und nicht objektive Forschung abgelehnt. Die Forschungsmethode und die Resultate werden gar nicht erst angeschaut.

Mit herzlichen Grüssen
Jai Guru Deva

Diese Email macht deutlich wie wichtig es ist, das Thema wissenschaftliche TM-Forschung neu zu durchdenken. Die Gleichsetzung von

wissenschaftliche Untersuchungen der TM
= Argumente für die individuelle und kollektive Bewusstseinsentwicklung durch TM


erhält eine besondere Bedeutung, wenn es um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses geht.

Für den Wissenschaftler ist es wichtig zu wissen, dass die Transzendentale Meditation auch die grundlegende Forschungsmethode für den Bereich des Bewusstseins ist. Transzendentale Meditation ist mehr als nur ein Gegenstand der Forschung, sie ist auch der entscheidende Motor der kreativen Weiterentwicklung der Erkenntnis.

Diese Weiterentwicklung wird von den getragen, die aktiv forschen, und das sind einerseits die
(a) Studenten und anderseits
(b) Wissenschaftler und Lehrer.

Zu a) Es waren die Studenten, die in den 1960/70er Jahren die Universitätslehrer von der Notwendigkeit der TM-Forschzung überzeugten. Heute ist die Situation eine andere. Die Studenten haben jetzt durch das Internet Zugang zu deiner Fülle an Detail-Informationen aber ihnen fehlt noch die Fähigkeit wesentliches vom unwesentlichen zu unterscheiden. Auch ist das Angebot an Meditationstechniken heute sehr gross und deshalb sind auf diesem Gebiet kompetente Orientierungshilfen erforderlich.

Zu b) Erfahrene Professoren und Wissenschaftler mit einer weiten Perspektive sind in der gegenwärtigen Situation als Impulsgeber der Forschung sehr wichtig. Um diese Professoren zu erreichen und über die wissenschaftliche Bedeutung der TM zu informieren, sind Präsentation von TM-Forschern auf Fachtagung nützlich.
Im deutschsprachigen Raum sind hier vor allem die emeritierten Professoren gefordert, die ihre akademische Karriere der TM verdanken. Führende Repräsentanten der TM- Organisation sollten mit diesen Personen persönlichen Kontakt aufnehmen und ein Vortragsteam für Fachtagungen zusammenzustellen.

Die Gegenüberstellung einer Meditationstagung aus dem Jahre 1970 und einer Tagung aus dem Jahre 2010 soll zeigt, wo wir gegenwärtig stehen und wo korrigierend anzusetzen ist.


1. Tagung vom Januar 1970: Wege der Meditation heute

1.1 Dokumentation

Buch von
U. von Mangoldt (Herausgeber): Wege der Meditation heute. O.W. Barth Verlag , 1970

1.2 Veranstalter

Bernhard Müller-Elmau (1916-2007) Schloss Elmau.

1.3 Veranstaltungsdauer und -Ort

Einwöchige Tagung >Wege der Meditation Heute< im Januar 1970 auf Schloss Elmau in Oberbayern.

1.4 Vertretene Meditationsrichtungen

Über die folgende Meditationsmethoden wurden je ein Vortrag gehalten, wobei die Reihenfolge dem von U. von Mangoldt herausgegebenen Tagungsband folgt:

(1) Transzendentale Meditation,
(2) Zen-Meditation,
(3) kabbalistische Meditation,
(4) psychotherapeutische Entspannung,
(5) sprachtherapeutische Meditation,
(6) bewegungstherapeutische Meditation,
(7) biblische Meditation,
(8) anthroposophische Meditation,
(9) christlich-liturgische Meditation und
(10) mystisches Herzensgebet.

Die Herausgeberin des Tagungsbandes schreibt: Die Redner vertraten klar ihren Standpunkt ohne Synkretismus und ohne die Konturen dessen zu verwischen, was sie darzulegen versuchten und dessen Erfahrung sie selbst bezeugten. Typisch für die Tagung war, dass jede der damals bedeutsamen Meditationsmethoden von kompetenten Vertretern vorgestellt wurde.

1.5 Zielsetzung der Tagung

Zu Beginn der Tagung wurde quasi als Arbeitshypothese
Meditation als Verfahren definiert, das den Menschen zur bewussten Erfahrung seines Wesenskerns führt.
Die Aussage, jemand meditiert, besagt zunächst nur, dass ein bestimmtes geistiges Verfahren angewandt wird. Eine Aussage über eine Weltanschauung wird damit noch nicht gemacht wird. Weltanschauung ist etwas was zusätzlich zur Praxis hinzukommt, wie in der Wissenschaft die Erfahrung durch die Theorie ergänzt wird.
Was über Meditation sinnvolles gesagt werden kann bezieht sich also auf drei Fragenkomplexe:
(a) Was sind die konkreten Verfahren?
(b) was ist der Wesenskern des Menschen?
(c) welche Auswirkung hat Meditation auf das tägliche Leben
Eine für die Meditationspraxis sekundäre Frage sind
(d) die weltanschaulichen Voraussetzungen für Meditation.

Im allgemeinen wird es so sein, dass sich durch Meditation der Blick auf die Welt in dem Masse verändert wie die innere Erfahrung des eigenen Wesenskerns wächst. Es ist deshalb zu erwarten, dass das Meditieren abhängig vom praktizierten Verfahren Auswirkung hat auf die vorhandene oder auf die sich bildende Weltanschauung einschliesslich deren ständigen Weiterentwicklung.
Auf der Tagung betonten die Vertreter der Transzendentalen Meditation die Voraussetzungslosigkeit der TM. Eine bestimmt Bewertung der Welt und des Lebens, eine bestimmte Einstufung in Werte, ein bestimmtes Festhalten und ein Glaube an solche Werte sind für diese Methode nicht Voraussetzung. Um mit der TM zu beginnen, ist es nicht notwendig irgend eine bestimmte weltanschauliche oder ideologische Haltung zu haben. Andererseits braucht niemand, um die Transzendentalen Meditation praktizieren zu können, sein gewohntes Wertesystem aufzugeben. Jeder Mensch bringt im allgemeinen eine mehr oder weniger ausgeprägte weltanschauliche und auch seelische Prägung mit. Für das Erlernen und die Ausübung der TM ist diese Prägung nicht von Bedeutung.
Die Vertreter anderer Meditationsmethoden betonten den weltanschaulich-kulturellen Rahmen in dem ihre Meditation stattfindet.

1.6 praktische Meditationsübungen

Die theoretischen Ausführungen auf der Tagung wurden durch praktische Übungen der Meditation und Entspannung ergänzt. Nichts blieb nur theoretisch-abstrakt und lebensfern.

1.7 Eindruck der Tagung auf Beobachter

Wie der Vertreter der Psychologie auf der Tagung hervorhob ist besonders in der Psychologie durch Meditation eine grosse Veränderung in der Sichtweise zu erwarten. Das ergibt sich aus der Entdeckung der Quantenphysik, dass der Beobachter durch den Beobachtungsvorgang das Objekt der Beobachtung verändert. Verändern sich bereits physikalische Phänomen durch den Beobachtungsvorgang, so gilt das um so mehr für seelische Phänomene.

Nach Einschätzung von U. von Mangoldt endete die Tagung in einem Zusammenklang menschlicher Beziehungen und im Bewusstsein einer inneren Verbindung aller Meditationswege. Ihre Hoffung jedoch, dass dieses Bewusstsein weiterwirkt, hat sich nicht bestätigt.

1.8 Rückblickende Beurteilung der Tagung

Die Tatsache, dass die Transzendentale Meditation vom Ansatz her ein wissenschaftliche Methode ist und nicht in Widerspruch zu irgend einem religiösen Wertesysteme steht, sondern sogar allen echten religiösen Praktiken noch grössere Wirksamkeit verleiht, konnte nicht verhindern, dass sich ab etwa 1974 unter dem Druck der Hardliner aller Religionsgemeinschaften eine Weltanschauungspolizei bzw. ein weltanschaulicher Überwachungsdienst eingerichtet wurde. Seitdem wird die TM systematisch diffamiert.
Die Transzendentale Meditation hat das jedoch überstanden, nicht zu letzt deshalb weil

(a) kein sachlich-ehrlicher Vertreter egal welcher Konfessionen in der Transzendentalen Meditation etwas falsches oder gefährliches entdecken kann.
(b) die TM weltweit von Menschen aller Kulturen und Weltanschauungen praktiziert wird und damit zur Integrität jeder Kultur beiträgt.


Nach Ansicht der Experten hat die TM dazu geführt, dass einige der vom Aussterben bedrohten Kulturen wieder lebensfähig wurden und sich als unbesiegbar erwiesen. Das gilt vor allem für die die vedische Kultur Indiens.


wird fortgesetzt mit dem Bericht über die Tagung von 2010
Letzte Änderung: 8 Jahre 5 Monate her von admin. Begründung: bessere Lesbarkeit des Textes

Aw: Konferenzen zur Bewusstseins-Forschung 1970/2010 8 Jahre 6 Monate her #101

2. Tagung vom November 2010 in Berlin: Meditation und Wissenschaft

Das Programm der Tagung „Meditation und Wissenschaft“ war der Anlass, Mitte 2010 das Darmstädter Wissenschaftsforum ins Leben zu rufen. Obwohl die Transzendentalen Meditation die am besten erforschte Meditationstechnik ist, war auf dieser Tagung darüber kein Vortrag vorgesehen. Das war als Symptom interpretiert worden, dass die TM-Forschung im deutschsprachigen Raum nicht wahrgenommen wird und deshalb einer inneren Stärkung bedarf.

Seit Februar 2011 liegt die vollständige Dokumentation des Kongresses im Internet vor und erlaubt eine differenzierte Beurteilung des Verhältnisses der akademischen Wissenschaft zur Transzendentalen Meditation, das etwa so zusammengefasst werden kann: Die Transzendentale Meditation wird von der akademischen Wissenschaft nicht deshalb ausgegrenzt, weil ihre Forschungen nicht bekannt sind, sondern weil einerseits Aufmerksamkeitsübungen gegenwärtig im akademischen Bereich einen Boom erleben und andererseits aus Prestigegründen die Forscher nicht mit der TM assoziiert werden wollen, die jahrzehntelang von weltanschaulichen Überwachungsdiensten als Sekte diffamiert wurde. Das Studium der Tagungs-Dokumentation ergibt, dass
(a) durch die Erforschung von Aufmerksamkeitsübungen auch bestimmte Erkenntnisse der T M-Forschung eine Ergänzung bzw. Bestätigung erfahren;
(b) in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden ist, dass kein wesentlicher Unterschied zwischen Achtsamkeitsübungen und Meditation besteht,
Insgesamt stellt sich die gegenwärtig Situation etwa so dar:
Einerseits ist Meditation zwar - wie die Süddeutsche Zeitung in ihrem Konferenzbericht diagnostiziert - in der Mitte der Gesellschaft angekommen, andererseits ist aber das vom dem Kongress vermittelte Bild von Meditation zu eng, um der Transzendentalen Meditation gerecht zu werden (siehe dazu die Zusammenfassung der TM-Forschung 2010).


2.1 Dokumentation


Original Message
Date: Sun, 13 Feb 2011
Subject: "Repräsentative Sendung" des ORF
From: Theo Fehr

Die gesamte Dokumentation des Kongresses in Berlin "Meditation und Wissenschaft" (alles herunter zu laden) auf:
www.meditation-wissenschaft.org/news.html
Eine repräsentative Darstellung der Achtsamkeitsforschung ist die einstündige Sendung des ORF zur Konferenz: Meditation und Wissenschaft,
www.meditation-wissenschaft.org/images/s...issenschaft_2010.mp3
LGTheo


2.2 Veranstalter und wissenschaftliche Leitung

Die Kongressveranstalter waren E. Gottschaldt, Medizinische Leiterin der Oberbergkliniken sowie U. Freiesleben von der Identity Foundation, Den Vorsitz des wissenschaftlichen Beirates der Konferenz hatte Prof. D. Vaitl, Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen.

2.3 Veranstaltungsdatum und -Ort

Der Kongress fand am 26./27. November 2010 in Berlin statt, im
Atrium der Deutschen Bank, die den Tagungsort kostenlos zur Verfügung stellte.

2.4 Vertretene Meditationsrichtungen

Der Kongress behandelte ausschliesslich Konzentrations- und Kontemplations-übungen, aus buddhistischen Traditionen. Solche Aufmerksamkeitsübungen sind dem akademischen Denken leicht zugänglich, denn Training der Aufmerksamkeit steht sowieso schon im Mittelpunkt der akademischen Geistesschulung, die jetzt nur erweitert wird durch Lenkung der Aufmerksamkeit auf Gefühle wie Mitempfinden, den menschlichen Körper(Bodys scann), den Atem, etc.
Das Zusammentreffen von Wissenschaft mit buddhistischen Achtsamkeitsübungen war auch deshalb unvermeidlich, weil der neutrale, unbeteiligte Beobachter, der das Ideal der modernen objektiven Wissenschaft ist, in der Lehre Buddhas als kosmischem Bewusstsein (Nirvana) das höchste Ziel darstellt.

2.5 Zielsetzung der Tagung

Auf folgende Punkte wurde von den Organisatoren der Konferenz besonderer Wert gelegt:

(a) Beschränkung auf Aufmerksamkeitsübungen (Achtsamkeit),
(b) Einschränkung auf objektiv nachweisbare Effekte,
(c) Zurückstellen der weltanschaulich-theoretischen Grundlagen,
(d) Ausklammerung des Transzendentalen.


Dieser Ansatz der Konferenz ist auf dem Hintergrund der 2010 zuende gegangen europäischen Dekade des Gehirns zu sehen. Durch die damit verbundene staatliche Förderung der Hirnforschung wurden die akademischen Forschungseinrichtung mit den modernsten Untersuchungsmethoden ausgestattet. Neurowissenschaftler sind als Akademiker zunächst ganz klassische objektbezogene Forscher, weil aber viele auch selbst irgend eine Form der Meditation ausüben, geht ihr persönliches Interesse in Richtung Bewusstseinsforschung. So erwähnt Prof. Vaitl von der Universität Giessen wie er als Student die Transzendentale Mesditation erlernte und so in den 1970er Jahren die TM-Forschung kennen lernte.

Für Forscher, die nicht den Anschluss an den akademischen Wissenschaftsbetrieb verlieren wollen, ist jetzt mit den Aufmerksamkeits-Trainingsmethoden eine unverfänglicher Forschungsgegenstand verfügbar, der auch das Thema Meditation berührt. Die Wirkungen von Aufmerksamkeitsübungen können heute mit modernen neurowissenschaftlichen Methoden sehr genau untersucht und objektiviert werden. Mit dem bildgebenden Verfahren der Kernspintomographie sind Einblicke direkt in die neuronalen Strukturen im Gehirn möglich. Heute kann gemessen werden, welche Gehirnareale aktiv sind, wenn ein Mensch denkt, fühlt oder zielgerechtet bestimmte Aufgaben durchführt. Veränderungen in der grauen Substanz des Gehirns können millimetergenau lokalisiert werden. Wie ändert sich durch Meditation die Struktur des Gehirns? Und wo im Gehirn verändert sie sich? Das sind Fragen, die heute beantwortet werden können.

2.6 praktische Meditationsübung

Der Zen-Meister Willigis Jäger leitete eine ca. einstündige gemeinsame Achtsamkeitsmeditation zu Beginn des zweiten Konferernztages.

2.7 Eindrücke der Konferenzteilnehmer

Nach übereinstimmender Einschätzung der Teilnehmer war die Tagung geprägt von der Forderung nach „säkularisierter Meditation“. Meditative Praktiken entstammen zwar einem spirituellen oder religiösen Kontext können aber unabhängig davon praktiziert und empirisch erforscht werden.
Ein Konferenzbeobachter brachte die zwiespältige Intension der Konferenz auf den Punkt:
www.yogaservice.de/inhalt/kongress-wissenschaft-und-meditation
Sie nennen es lieber Achtsamkeit meinen aber Meditation. Wobei sich der Meditationsbegriff ausschließlich auf die buddhistische Praxis bezog.

Von konfessionsgebunden Tagungsbeobachtern wurde gegenüber einer solchen Einengung des Begriffs Meditation folgende Einwände erhoben
www.webmart.de/nlhistory.cfm?id=41596&nlid=276554#NL
Religionsfreie Meditation übergeht das Sinndeutungsbedürfnis des Menschen. Bleiben existenzielle Fragen unbeantwortet, wird die Lücke oft durch esoterisches Gedankengut gefüllt. Offiziell distanzierten sich die Veranstalter von jeglicher Form von Esoterik in Bezug auf den Kongress. Die wissenschaftliche Hirnforschung sei Grundlage aller Überlegungen. Dennoch war den Teilnehmerunterlagen umfangreiches esoterisches Schrifttum in Form von Zeitschriften und Prospekten beigefügt. Die Informationstische in der Eingangshalle waren mit einschlägigen Prospekten übersät, und auch manche Referenten gehörten eher zu den Esoterik-Sympathisanten als zur Fraktion der Hirnforscher. Vorurteile und Unkenntnis gegenüber dem Christentum und unkritische Sympathien für den Buddhismus prägten die Tagung. Trotz der offiziellen religiösen Neutralität waren buddhistische Konzepte und Inhalte sehr präsent. Angebote zur besseren Körper- und Selbstwahrnehmung, Entspannungs- und Konzentrationsübungen sind gefragt und hilfreich. Will man jedoch grundlegendere Sinnfragen beantworten, können die kulturellen Prägungen nicht übergangen werden. Eine kulturfreie Meditation kommt über das Niveau von Gymnastikübungen nicht hinaus (die natürlich wohltuend und nützlich sein können). Ohne eine reflektierte Einbeziehung von Menschen- und Gottesbildern, ethischen Werten und Zielvorstellungen für ein gelingendes Leben kann das Potenzial der Meditation nicht ausgelotet werden.

In den Podiumsdiskussionen wurde der Versuch, eine einheitliche Definition für "Meditation" zu finden, ergebnisloses abgebrochen – zu komplex sei dieses Thema.
ronaldengert.wordpress.com/2010/11/30/me...on-und-wissenschaft/
Der Forschungsgegenstand der Meditation macht eine erkenntnistheoretische Problematik deutlich. Die rein objektive Beobachterperspektive der dritten Person stößt an seine Grenzen. Die anwesenden Wissenschaftler diskutierten deshalb, wie die Erhebung subjektiver Daten in die Forschung mit einzubringen sei, ebenso wie auch die Subjektivität des Forschers. Die Scheu der Wissenschaft gegenüber den Phänomen des Subjekts und der Subjektivität hört auf und nähert sich einer Spiritualität, die nach Abstreifen des blinden Glaubens, Vernunft und intellektuelle Nüchternheit einschliesst.

2.8 Beurteilung der Tagung aus der Sicht der Transzendentalen Meditation

(1) Methodischer Unterschied zwischen Aufmerksamkeitstraining und TM

Jede Art von Aufmerksamkeitslenkung (Achtsamkeit) setzt Wachheit bzw. Bewusstheit voraus. Methoden der Aufmerksamkeitslenkung durch Konzentration und Kontemplation beinhalten immer einen gewissen Grad an Anstrengung. Diese Anstrengung ist um so wirkungsvoller je wacher und stärker der Geist ist.
Hier kommt die Transzendentale Meditation ins Spiel als eine systematische Methode zur Erweiterung des Bewusstseins. Dazu benutzt die TM die natürliche Tendenz des Geistes spontan in seinen Grundzustand, den Zustand transzendentalen Bewusstseins überzugehen, wenn die äusseren und inneren Anregungen abklingen. Zur anstrengungslosen Einleitung des Abklingvorgangs jeder Art von Anregung benutzt die Technik der TM bestimmte dafür geeignete Laute. Der wesentlicher Punkt der TM ist ihre Natürlichkeit und Anstrengungslosigkeit. Nach der TM ist der Geist wacher, kraftvoller und zielgerichteter.

(2) Unterschiedliche Wirkungsmechanismen von TM und Aufmerksamkeitstraing

Wie B Hölzel, Universität Giessen, zeigte, wird durch intensives mentales Training die graue Substanz in den Bereichen der Hirnrinde aktiviert, die es ermöglichen sich besser zu konzentrieren, Emotionen zu kontrollieren und "gefühlten Stress" zu reduzieren. Wer Achtsamkeitsübungen praktiziert, wird gelassener, weil gezielt die Wahrnehmung von Stress reduziert wird. Das vermindert die Ausschüttung von Stresshormonen und regt die Bildung bestimmter grauer Zellen an.

Stress und Stresshormone schädigen gewisse Nervenzellen im Hippocampus, einem entwicklungsgeschichtlich urtümlichen und für das Erinnerungsvermögen besonders wichtigen Teil der Hirnrinde. Bei anhaltend erhöhten Werten von Stresshormonen kann der Hippocampus sogar regelrecht schrumpfen. Er regeneriert jedoch, wenn der Stress abgebaut wird und sich die Hormonwerte wieder normalisieren.

Wer TM praktiziert baut Stress im Nervensystem durch die natürlichen Schutz- und Selbstreinigungsmechanismen ab, die durch tiefe Ruhe belebt werden, und wird glücklicher, weil die Wahrnehmungsfähigkeit prinzipiell erweitert wird, so dasss mehr Glückshormone gebildet werden, die wiederum das geordnete Zusammenwirken im Gehirn fördern.

(3) Integrierte Gehirnfunktion durch TM

Die Verbesserung eine breiten Spektrums geistiger Fähigkeiten kann keine Hirnregion alleine bewirken.
www.fr-online.de/wissenschaft/sanfter-um...5024844/-/index.html
U. Ott von der Universität Giessen macht dafür das geordnete Zusammenspiel der Hirnareale verantwortlich und sagt voraus, dass eine wichtige Aufgabe neurowissenschaftlicher Forschung darin bestehen wird, herauszufinden, wie Meditationstechniken die Verbindungen zwischen Hirnregionen beeinflussen. Die für solche Verbindungen benötigten Nervenkabel verlaufen aber größtenteils nicht in der grauen Substanz der Hirnrinde, sondern in der weißen Substanz, im Marklager des Gehirns. Dieses liegt unter der Hirnrinde im Innern der beiden Hirnhemisphären und enthält die unzähligen, mit einer weißen, fettartigen Isolierschicht ummantelten Nervenfasern, die den Informationsaustausch zwischen den "grauen Zellen" verschiedener Areale des Gehirns ermöglichen. Aus den Veränderung der weissen Substanz können Rückschlüsse auf die Qualität der neuronalen Vernetzungen zwischen verschiedenen Hirnarealen gezogen werden. Mit diesen Überlegungen nähert sich die akademische Forschung der Kohärenzforschung der Transzendentalen Meditation, die die Assoziationsfasern für die einheitliche, koordinierte und integrierte Funktionsweise des Gehirns verantwortlich macht.

(4) TM schliesst Sinngebung automatisch mit ein

Die Transzendentale Meditation verwirklicht tranzententales Bewusstsein als Erfahrung des Ursprungs der Gedanken. Die Fähigkeit des Menschen mit Stress und Alltagshektik besser fertig zu werden beruht ebenso sehr auf der Verwirklichung Transzendentalen Bewusstsein wie die Entfaltung kreative Intelligenz. Der Sinn des Lebens braucht nicht zusätzlich von aussen dem Leben hinzugefügt werden sondern ist bereits in der Natur des Geistes enthalten. Dazu ein Zitat von Maharishi Mahesh Yogi dem Begründer der TM:
Jeder Versuch, das Sein ins Bewusstsein zu heben, ohne den wahrnehmenden Geist auf die Ebene des transzendentalen (reinen) Seins gelangen zu lassen, veranlasst lediglich den Geist zum Nachdenken über das Sein. Die einzig ausreichende Grundlage des Lebens ist das Sein selbst.

Die auf dem Kongress vorgestellten Forschungen zeigen insgesamt, dass die graue und weiße Gehirnmasse bei regelmäßigem Gehirntraining wächst und das bis ins hohe Alter. Das Gehirn erweist sich zunehmend als flexibles, veränderbares System. Klinische Studien zeigen, dass durch Meditation Hirnregionen „heruntergeregelt“ werde, die für Angst, Depression und Schmerz verantwortlich sind. Umgekehrt kommt es durch Meditation messbar zur Freisetzung von Glückshormonen. Prof. T. Esch von der State University New York verwies auf Studien, die sogar die positive Wirkungen von Meditation bis in das Immunsystem belegen. www.berlinonline.de/berliner-zeitung/arc...haft/0005/index.html
Letzte Änderung: 8 Jahre 5 Monate her von admin. Begründung: bessere Lesbarkeit des Textes

Gefahrenschutz durch die Ausübung der TM 8 Jahre 6 Monate her #103

In Zusammenhang mit den Konferenzen über die positiven Wirkungen, die Meditation beim einzelnen und für die Gesellschaft hat, wurde auf die Tatsache hingewiesen, dass es leider in Deutschland so etwas gibt wie eine gezielte Verunglimpfung der Transzendentalen Meditation. Wer sich nur in dem engen Kreis der akademischen Wissenschaft bewegt, der mag geneigt sein, solche Behauptungen als übertriebene Verschwörungstheorie abzutun. Eine aktuelle 3sat Fernsehsendung vom Februar 2011 zeigt jedoch erneut, dass diese Verunglimpfung der TM keineswegs eine Spekulation oder etwas Überwundenes ist.

Obwohl gerade bei der Transzendentale Meditiation wegen ihrer völligen Natürlichkeit und Anstrengungslosigkeit die geringste Chance für irgend welche Nebenwirkung besteht und diese auch von den seriösen in Fachzeitschriften veröffentlichte Untersuchungen niemals nachgewiesen wurden, wird gerade die TM von den weltanschaulichen Überwachungsdiensten als gefährlich eingestuft nicht aber andere Meditationsmethoden, die auf Anstrengung beruhen und gezielt in das Denken und Verhalten eingreifen.

Tatsachlich entwickelt die Transzendentalen Meditation durch Einbeziehung der
Transzendentalen Grundlage allen Denken, Fühlens und Erkennen in Form des einfachsten Zustandes des Bewusstseins im Lauf der Zeit ganz natürlich eine starke, stabile, anfassungsfähige, freie, eigenständige, aufmerksame, wache, angstfreie und kreative Persönlichkeit. Alles Eigenschaften die durch die Wissenschaft wiederholt als Wirkung regelmässiger Ausübung der TM nachgewiesen wurde. Die Psychologie bezeichnet eine solche Persönlichkeit als feldunabhängig, d.h. sie ist durch ihre wache kreative Intelligen vor schädlichen Einflüssen aus dem Umfeld geschützt und wirkt vielmehr konstruktiv auf die gesamte Umgebung. Dieser natürliche Schutz, den die TM durch die Erweiterung des Bewusstseins im einzelnen hervorbringt, wird von den weltanschaulichen Überwachungsdienst zu einer Gefahr umgedeutet. Obwohl dies völlig irrational und durch nichts belegt ist, hat die ständige Wiederholung solcher falschen Behauptungen seit etwa 35 Jahren, Spuren des Argwohns hinterlassen, die kein rationales Argument mehr durchdringen kann.

Die Tatsache, dass sich die Transzendentale Meditation trotz aller Verunglimpfung grosser Beliebtheit erfreut, hängt letztlich mit dem natürlichen Selbstschutz Mechanismus zusammen den die TM belebt. Dieser natürliche Immunisierungsvorgang schützt nicht nur die Ausübenden der TM vor gesundheitlichen und gesellschaftlichen Störungen aus dem Umfeld, sondern auch die TM selbst als gesellschaftliche Einrichtung vor ihren Gegnern, die dabei die Funktion von Antigene haben, die eine natürliche Immunreaktion auslösen.

Am 21.02.2011
schrieb Dr.Zeiger:

Lieber Klaus,
vielen Dank dass Du Dir die Zeit genommen hast auf den Online-Artikel und die Sendung des TV-Senders 3sat zum Thema >Gefahren der Meditation< zu reagieren.

Dass dieses Thema von einer Länder übergreifenden,
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt jetzt so hochgespielt wird, steht
vermutlich in Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Konferenz >Meditation und Wissenschaft<, die im November 2010 in Berlin statt fand.

Den weltanschaulichen Überwachungsdiensten war die folgende
ausgewogene Einstellung der Wissenschaftler und Ärzte auf diesem
Kongress zur gefahrlosen Anwendung von Meditation wohl nicht stark genug:

(1) www.nachhaltigwirtschaften.net/scripts/b...aea_386255&a_no=3953
In den Podiumsdiskussionen wurde wiederholt auf die Risiken von
Meditation eingegangen. Auch hier gilt: dosis venenum facit. Wer eine
Veranlagung zu psychischen Erkrankungen hat, sollte vielleicht nicht
sofort für Wochen am Stück meditieren. Zentral ist die Regelmäßigkeit,
das soziale Umfeld und eben die Dosis. Zahlreiche Studien weisen auf
positive Effekte von Meditation oft schon nach wenigen Wochen hin, die
dann aber natürlich in einer lebenslangen Praxis verankert werden
müssen, um dauerhaft wirksam zu sein.

(2) ronaldengert.wordpress.com/2010/11/30/me...on-und-wissenschaft/
Ein Diskussionspunkt der Konferenz waren die Risiken und Nebenwirkungen
von Meditation. Instabilen Gemüter könne sie durchaus zu psychischen
Problemen gereichen. Klar, dass hier Vorsicht geboten ist.

(3) www.dfme.de/aktuelles-details/items/kong...tseinsforschung.html
Allgemein wurde festgestellt, dass Meditation .... bei psychischen
Erkrankungen fachtherapeutischer Begleitung bedarf. Der Wert von
Meditation in der heutigen Zeit wurde besonders betont. Denn früher war
das Abschalten – vor allem am Wochenende – Teil des Alltags. Da die
neuen Jobs immer häufiger eine Rundumverfügbarkeit verlangen, fallen
diese regelmäßigen Erholungszeiten zunehmend aus. Aus diesem Grund sei
es wichtig, dass die Menschen – am besten schon von frühester Kindheit
an – lernen, Entspannungs- und Ruhezustände aktiv herbeizuführen. Es
wird künftig vermehrt speziell ausgebildetes Fachpersonal brauchen, um
entsprechende Schulungen mit Menschen unterschiedlichen Alters
durchführen zu können.

Gegenüber einer solchen sachlichen Einschätzungen mussten die mit
öffentlichen und kirchlichen Mitteln geförderten Sekten-Überwachungsdienste doch noch etwas nachlegen, denn Meditation boomt in der Gesellschaft als wirksamer Beitrag zur Gesundheits- und Stressvorsorge.
Wie jetzt der 3Sat-Artikel bzw. die zugehörige TV-Sendung bestätigt ist dabei besonders die Transzendentalen Meditation im Visier der
Sekten-Überwachungsdienste.

Dass diese - durch keine sachlichen Argumente gerechtfertigte – weltanschauliche Stigmatisierung der TM für das gegenwärtige gesellschaftliche Klima in Deutschland typisch zu sein scheint belegen bereits zwei soziologische Untersuchungen. Die Medien spielen dabei willig mit und die öffentliche Meinung akzeptiert das. Wir müssen also anscheinend auch weiterhin mit der Ausgrenzung und Diffamierung der TM leben.

Um so verdienst voller ist es, dass Du unermüdlich und immer wieder die
Verdrehungen der weltanschaulichen Überwachungsdienste richtig stellst.

Gleichzeitig mit Deiner Richtigstellung kam auch eine Stellungnahme von
Theo Fehr aus psychologischer Sicht. Einige seiner Argumente ergänzen Deinen Beitrag. und ich habe sie deshalb in beiliegende Text-Fassung für das Wissenschaftsforum integriert.
Herzliche Grüsse
Bernd
Jai Guru Deva



Original Message
Date: Sun, 20 Feb 2011
Subject: Entwurf:Re: 3sat.online-Artikel: Gefahren der Meditation
From: Klaus Weber


Original Message
Date: Wed, 23 Feb 2011
Subject: 3sat.online-Artikel: Gefahren der Meditation
From: Klaus Weber
To: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

In dem Online-Artikel des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders 3Sat
www.3sat.de/page/?source=/vivo/151928/index.html
und den damit verlinktem Interview mit der Geschäftsführerin der Informations- und Beratungsstelle des Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. , S. Riede, werden falsche, einseitige und irreführende Behauptungen über Transzendentale Meditation (TM) aufgestellt, die im folgenden richtig gestellt werden.

1. Behauptung
Für wen kann Meditation gefährlich werden?
"Zum Beispiel Menschen mit psychischen Erkrankungen, die unter einer Psychose, einer Schizophrenie oder einer sehr schweren Traumatisierung leiden, die sollten nicht meditieren", erklärt Sabine Riede, Leiterin der Sekten-Info Nordrhein-Westfalen. "Und ebenso auch Menschen mit bestimmten Herzerkrankungen, zu niedrigem Blutdruck oder Epilepsie, auch da ist von der Meditation eher abzuraten.“
Richtigstellung:
Jeder Lehrer für Transzendentale Meditation bekommt während seiner Ausbildung genaue Richtlinien wie mit der gesundheitlichen Vorgeschichte des Aspiranten umzugehen ist. Jedem Teilnehmer wird vor dem TM-Kurs ein vertraulich behandelter Fragebogen vorgelegt, in dem er nach Vorerkrankungen, seiner psychischen Situation und nach einer laufenden psychotherapeutischen Behandlung befragt wird. Befindet er sich in psychotherapeutischer oder psychiatrischer Behandlung, so darf der Aspirant nur mit dem Einverständnis und in Zusammenarbeit mit dem Arzt oder Therapeuten die TM erlernen. Wenn der Aspirant nicht in psychologischer Behandlung ist, aber dennoch aus dem Fragebogen oder dem persönlichen Eindruck hervorgeht, dass er psychisch instabil ist, dann ist der TM-Lehrer angewiesen, die Meditationszeit zunächst sehr kurz anzusetzen, um die bekannten Risiken einer zu harten Stresslösung - wie sie übrigens bei allen Naturheilverfahren auftreten kann (Entgiftungsreaktion, Herxheimer Reaktion) – möglichst zu vermeiden.
Im übrigen hat sich Transzendentale Meditation ausgezeichnet gerade bei der Rehabilitation schwer traumatisierter Kriegsveteranen
www.lebensqualitaet-technologien.de/sozi..._e.html#Anchor-62079)
und Schwerkriminellen
www.lebensqualitaet-technologien.de/sozi..._e.html#Anchor-61840) bewährt.
Transzendentale Meditation hat sich außerdem bei Herzkrankheiten www.lebensqualitaet-technologien.de/gesu..._d.html#Anchor-36675, www.lebensqualitaet-technologien.de/tm-f...Zusammenfassun-60365
und abnormem Blutdruck
www.lebensqualitaet-technologien.de/gesu..._d.html#Anchor-32014, www.lebensqualitaet-technologien.de/tm-f...chor-Akupunktu-62238
gut bewährt. Darüber gibt es Untersuchungen, die auch von der Schulmedizin anerkannt werden. Das US-Gesundheitsministerium hat in den letzten Jahren die Erforschung der Wirkungen der TM auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit ca. 24 Millionen USD gefördert.

2. Behauptung
Allerdings muss er auch saftige Gebühren zahlen - der Einführungskurs zur Transzendentalen Meditation kostet rund 2400 Euro.
Richtigstellung:
Der TM-Kurs kostet in Deutschland zur Zeit 1000,- + MWS für Erwachsene und 500,- für Personen unter 25 Jahre
www.meditation.de/transzendentale-meditation/angebot/

3.Behauptung
Kritiker sehen in der Bewegung eine gefährliche Psycho-Sekte, die die Persönlichkeit der Mitglieder systematisch zerstören soll.
Richtigstellung:
Wie absurd eine derartige Kritik ist, ist daran ersichtlich, dass in einer Studie des schwedischenGesundheitsministeriums festgestellt wurde, dass bei TM-Meditierenden das Risiko für eine psychische Erkrankung um 150-200 mal geringer ist als bei der Durchschnittsbevölkerung.
www.lebensqualitaet-technologien.de/sozi...n_e.html#Anchor-5473

4. Behauptung
S. Riede rät, solche vermeintlich seriös-wissenschaftlichen Beweise zu hinterfragen: "Diese Studien sind wissenschaftlich gesehen sehr schwierig, sehr umstritten, weil sie werden dann ja auch immer von der TM-Bewegung selbst finanziert und in Auftrag gegeben. Also hier hat TM Ergebnisse erzielt; die würden sie aber auch genauso gut mit einer anderen Meditationsmethode erzielen. Und genau das wird aber auch in den Untersuchungen verschwiegen."
Richtigstellung:
Es gibt inzwischen über 700 wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse von denen 350 peer-reviewed in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. www.lebensqualitaet-technologien.de/Wiss...haft_Uebersicht.html
Wissenschaftliche Untersuchungen werden nach bestimmten Standards durchgeführt, die erfüllt sein müssen, damit die Veröffentlichung zugelassen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wissenschaftler meditiert oder nicht, ebenso wenig wie die Religionszugehörigkeit oder die politische Überzeugung.
www.lebensqualitaet-technologien.de/ist_...rschung_serioes.html , www.lebensqualitaet-technologien.de/tm_f...er.html#Anchor-10795, www.lebensqualitaet-technologien.de/tm_f...nchor-Wissensc-12722
Die Motivation für die TM-Forschung liegt im objektiven Nachweis von subjektiven Erfahrungen. Diese Motivation hat normalerweise nur jemand, der Erfahrungen mit der TM gemacht hat.

Dipl. Psych. Th. Fehr ergänzt zu diesem Punkt:
Die persönliche Meditationspraxis des Forschers ist so lange nicht von Belang, als wissenschaftliche Standards wie z. B. Randomisierung (zufallsmäßige Aufteilung auf Experimental- und Kontrollgruppe) beachtet werden. Fast alle Achtsamkeitsforscher - Achtsamkeitsforschung ist ja en vogue - praktizieren Achtsamkeitstechniken. Da gibt's kein Wort der Kritik.
Th. Fehr notiert ferner Ohne weiteren Nachweis behauptet Frau Riede, andere Meditationsmethoden brächten dieselben Effekte - dagegen weisen Metaanalysen genau das Gegenteil - nämlich die Spezifität der TM - nach.


5. Behauptung
Die TM wirbt auf ihrer Homepage außerdem als alleinig wirksame Meditations-Methode: "Transzendentale Meditation ist einzigartig. EEG-Messungen zeigen während der Ausübung der TM eine Gehirnwellenkohärenz, die sich deutlich von anderen Formen der Meditation unterscheidet. Jüngste Metaanalysen vieler Studien haben gezeigt, dass TM ungleich wirkungsvoller ist als alle anderen untersuchten Entspannungsmethoden. Und vor allem: TM lässt sich leicht in das aktive Leben integrieren", heißt es da.
Richtigstellung
Dass die Transzendentale Meditation in der Art ihrer Durchführung einzigartig ist, wird von allen Kursteilnehmern, die bereits andere Entspannungsmethoden praktiziert haben, bestätigt und wird kaum von jemandem bestritten. Dass auch die Wirkungen einzigartig sind, schließen wir aus den zahlreichen Forschungsergebnissen und vor allem Vergleichsuntersuchungen mit anderen Techniken.
(1) www.lebensqualitaet-technologien.de/tm_im_vergleich.html)
Unterschiede in den psychologischen und physiologischen Wirkungen
(2) www.lebensqualitaet-technologien.de/sozi...chor-Verminder-64780 Verminderte Angst
(3)www.lebensqualitaet-technologien.de/sozi...chor-Verringerun-507 Verringerung posttraumatischer Störungen
(4)www.lebensqualitaet-technologien.de/gesu..._d.html#Anchor-54591 Reduktion arterieller Hypertonie
(5)www.lebensqualitaet-technologien.de/gesu...Anchor-Redukti-27914 Reduktion von Arteriosklerose
(6)www.lebensqualitaet-technologien.de
/geistiges_potenzial_c.html#Anchor-17345 Verbesserte kognitive Leistungen
(7)www.lebensqualitaet-technologien.de/tm_i....html#Anchor-Ne-5815 Unterschiede im EEG
(8)www.lebensqualitaet-technologien.de/tm-f...chor-Akupunktu-62238 Wirkung auf Bluthochdruck
(9)www.huffingtonpost.com/jeanne-ball/how-m...niques_b_735561.html Zen, Mindfulness und TM

6. Behauptung
Als Leiterin der Sekteninfo Nordrhein-Westfalen rät Sabine Riede unbedingt von einer Teilnahme an TM-Seminaren ab: "Da hier immer wieder eine Ideologie vorherrscht, die Andersdenkende abwertet und ablehnt, warnen wir vor dieser Gruppierung und bezeichnen sie auch als Sekte, weil das ja unserem Verständnis unseres Grundgesetzes widerspricht.Da hier immer wieder eine Ideologie vorherrscht, die Andersdenkende abwertet und ablehnt, warnen wir vor dieser Gruppierung und bezeichnen sie auch als Sekte, weil das ja unserem Verständnis unseres Grundgesetzes widerspricht.
Richtigstellung:
Im TM-Kurs werden lediglich praktische Anweisungen gegeben. Es wird keine Ideologie gelehrt.www.tm-information.de/docs/rechtslage.html
1996 setzte der Bundestag eine Enquête-Kommission ein, die in zweijähriger Arbeit zu dem Ergebnis kam, dass die fast 450 „Gruppen insgesamt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Gefahr darstellen“ und das diskriminierende Wort „Sekte“ nicht mehr verwendet werden sollte, Anlage 1, Anlage 2, Anlage 3. Daraufhin hat sich die Regierung aus der Diffamierungskampagne zurückgezogen und gibt keine negativen Äußerungen mehr heraus. Die Verantwortlichen der Kampagne agieren jedoch weiter. Es geht ihnen bei der Transzendentalen Meditation darum, die Vedische Bewusstseinstechnologie als wirksame Methode für Prävention und Persönlichkeitsentwicklung zu verunglimpfen.
Sabine Riede beruft sich also einerseits auf das Grundgesetz, andererseits weicht in ihren diskriminierenden Aussagen wesentlich von der offiziellen Haltung der Bundesregierung ab.

7. Behauptung
Maharishi Mahesh Yogi der Begründer der Transzendentalen Meditation wurde am 12.01.1918 in Indien geboren († 5. Februar 2008 in Holland)
Richtigstellung:Maharishi wurde am 12.01.1917 geboren.

Hier die Online-Version des Artikels: www.3sat.de/3sat.php?/vivo/151928/index.html
Der Link in diesem Artikel führt zu: www.3sat.de/webtv/?110219_gefahren_vivo.rm
(Video: "Gefahren der Meditation "

Wir möchten Sie bitten, diesen Beitrag und die verlinkten Videos vom Netz zu nehmen und eine entsprechende Gegendarstellung zu diesen z.T. diskriminierenden und geschäftsschädigenden Aussagen zu veröffentlichen. Rechtliche Schritte behalten wir uns vor.


N.B.:Wie in den USA über weltanschauliche Freiheit in deutschsprachigen Ländern gedacht wird, erfahren wir hier: www.stanet.ch/APD/news/2793.html
Letzte Änderung: 8 Jahre 5 Monate her von admin. Begründung: bessere Lesbarkeit des Textes

Shed Plans 8 Jahre 3 Monate her #138

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Letzte Änderung: 8 Jahre 3 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.
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