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Wissenschaftliche Untersuchungen(der Transzendentalen Meditation)
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THEMA: Einführung in die objektive TM-Forschung

Einführung in die objektive TM-Forschung 11 Jahre 3 Monate her #38

Die ganzheitliche Natur der wohltuenden Wirkungen der Transzendentalen Meditation liegt weit jenseits der Nachweismöglichkeiten üblicher wissenschaftlicher Messmethoden.

Die Richtung jedoch, in die diese vorläufigen wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse weisen, bestätigen die Wirklichkeit, Verlässlichkeit und die wohltuende Natur der Transzendentalen Meditation.

Dies ist eine Präsentation der Möglichkeiten, wie jeder Mensch die Qualität seines Lebens bereichern und ganz spontan soviel wie möglich zu Fortschritt und Erfüllung in der Gesellschaft beitragen kann.



Mit diesen drei Aussagen hat Maharishi Mahesh Yogi Anfang der 1970er Jahre kurz und klar umrissen,

was (1) der Stellenwert, (2) die Funktion und (3) die Bedeutung der Erforschung der Transzendentalen Meditation mit den objektiven Methoden der Physiologie, Psychologie und Soziologie ist.

Es ist sehr wichtig, die weitreichenden Konsequenzen dieser drei Aussagen für (1) die Theorie, (2) die Lehre und (3) die praktische Anwendung der Transzendentalen Meditation zu verstehen. Als Einstieg in die wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation werden an dieser Stelle diesbezüglich einige sehr grundlegende Themen angesprochen:

(1) Der eigenständige Stellenwert der TM-Forschung und die Irrwege der vergleichenden Meditationsforschung.
(2) Die Unterscheidung zwischen objektiven Messergebnissen und deren ganzheitlicher Interpretation.
(3) Das Entstehen einer realistischen Sprache für das Bewusstsein auf der Grundlage der wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation.


Während der Einrichtung dieses Forums wurden gerade diese Themen z.t. sehr kontrovers diskutiert und dienen deshalb hier als Ausgangspunkte zur internen Stärkung der wissenschaftlichen Stimme der Transzendentalen Meditation.
Die Vertiefung des Verständnisses von - vielleicht nicht jedem vertraute - Besonderheiten der wissenschaftlichen Vorgehensweise, sind der Grund für die Einrichtung dieses Forums, denn ein solches Verständnis erlaubt es auch wissenschaftliche Arbeiten aus jedem anderen Bereich zu beurteilen und von der wachsenden Zahl pseudo-wissenschaftlicher Behauptungen zu unterscheiden.


1. Stellenwert der TM-Forschung und Irrwege der vergleichenden Meditationsforschung

1.1 Die Entwicklung der TM-Forschung

Auf die 1970 abgeschlossene erste wissenschaftliche Doktorarbeiten über die physiologischen Effekte der Transzendentalen Meditation von Robert Keith Wallace, folgte eine ganze Flut von Veröffentlichungen und Untersuchungen. Ein 1974 als Buch veröffentlichter erster umfassende Literaturüberblick zur Psychobiologie der Transzendentalen Meditation von Demetri P. Kanellakos zitierte bereits ca. 30 veröffentlichte und über 50 laufenden Forschungsarbeiten. Dieser sehr sorgfältig recherchierte Literaturüberblick belegt auch, dass es in dem Zeitraum bis 1970 nur ca. 10 Veröffentlichungen gab, die sich auf die Psycho-Physiologie von Übungen beziehen, die üblicherweise ebenfalls mit Meditation in Verbindung gebrachte werden, wie Yoga-Übungen, ZEN-Meditation, Autogenes Training und Kontemplationsübungen. Im Unterschied zur Transzendentalen Meditation sind all die genannten Methoden mit Anstrengung verbunden und erfordern deshalb auch eine längere Ausbildungszeit. Die Anstrengungslosigkeit der Transzendentalen Meditation und die damit verbundenen sofortigen Erfolge haben bewirkt, dass die Zahl der TM-Praktizierenden um die Jahrtausendwende bereits mehrere Millionen betrug. Auch die Zahl der wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation stieg gemäss dem Gesetz des organischen Wachstums exponentiell an.

Bis zum Jahre 2000 gab es mehr als 600 wissenschaftliche Arbeiten zur Transzendentalen Meditation durchgeführt an ca. 250 unabhängigen Universitäten und medizinischen Forschungseinrichtungen in 33 Ländern der Welt.

Damit ist die Transzendentale Meditation die am meisten untersuchte und am besten verstandene geistige Technik überhaupt. www.tm.org/research-on-meditation

Die für Lehr-, Forschungs- und Informationswecke von Maharishi Mahesh Yogi angeregten und durch eine Graphik illustrierten Kurzfassungen der psycho-physiologischen Untersuchungen zur Transzendentalen Meditation wurden seit Mitte der 1970er Jahren zu einem wichtigen und unverzichtbaren Instrument der ganzheitlichen Bewusstseinsforschung an den von Maharishi gegründeten Forschungs- und Lehreinrichtungen (siehe Abschnitt 1.3).

1.2 Die akademische Meditationsforschung

Unter dem Einfluss des zergliedernden Forschungsansatzes der modernen Wissenschaft ( die Physik bezeichnet das im Unterschied zur ganzheitlichen Sicht der Quantenmechanik als klassische-teilchenbezogene Sicht), erfolgte während der 1980er Jahren in der akademischen Meditationsforschung eine Schwerpunktsverlagerung von der ganzheitlichen zur vergleichenden Vorgehensweise. Repräsentanten der vergleichenden Meditationsforschung vertreten gegenwärtig den Standpunkt, dass für ein wissenschaftliches Verständnis von Meditation die vergleichende Untersuchung vieler verschiedener Methoden unbedingt erforderlich ist. So behauptet sogar ein ehemaliger Pionier der Erforschung der Transzendentalen Meditation in Deutschland, der heute ganz unter dem Einfluss des akademischen Denkens steht, dass nur durch einen Vergleich mit anderen Meditationsmethoden der Wert der Transzendentalen Meditation ermittelt werden kann und dass nur durch die Erforschung aller möglichen geistigen Vorgänge die Gesetze des Geistes erkannt werden.
Solche Forderungen sind ähnlich sinnvoll wie die Behauptung, dass allein durch einen Vergleich der verschiedenen Fortbewegungsmittel wie Autos, Motorräder und Fahrräder der Wert eines Autos ermittelt werden kann und dass die Strassenverkehrsordnung nur durch ein Studium aller Einzelheiten des Strassenverkehrs erkannt wird.

Natürlich haben auch Vergleiche unterschiedlicher geistiger Vorgänge ihre Bedeutung aber solche Vergleiche ersetzen nicht die eigenständige Charakterisierung der einzelnen Methoden und auch nicht die eigenständige Erforschung der übergeordneten Gesetzmässigkeit des Geistes. Beides macht einen Vergleich überhaupt erst sinnvoll.

Vergleiche von unterschiedlichen Methoden oder Systemen können sinnvoll sein, wenn es um die Abschätzung der unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten oder um die Effektivität beim Hervorbringen bestimmter Effekte geht. Bei solchen vergleichenden Untersuchungen, die sehr sorgfältig durchgeführt werden müssen um aussagekräftig zu sein, hat sich die Transzendentale Meditation immer als deutlich wirkungsvoller herausgestellt ebenso bei den aufwendigen Meta-Analysen einer grossen Zahl von Untersuchungen, die sich alle auf eine bestimmte Eigenschaft (z.B. den elektrischen Hautwiderstand) beziehen.

Vieles deutet darauf hin, dass durch die Transzendentale Meditation eine grundlegende Ebene der Funktionsweise des Geistes erreicht wird, für die u.a. die Bezeichnung 4. Hauptbewusstseinszustand bzw. Grundzustand des bewussten Geistes geprägt wurde. Das bemerkenswerteste Kennzeichen dieses Zustandes ist die um 1975 entdeckte Kohärenz der Gehirnwellen und die damit verbundene integrierte Funktionsweise von Geist und Körper.

Wenn auf grund solcher wissenschaftlichen Befunde den TM-nahestehenden Forschern vorgeworfen wird, dass sie daraus die "Überlegenheit der TM" gegenüber "konkurrierenden" Methoden ableiten wollen, dann zeigt die Verwendung solcher Kampf-Begriffe durch die akademische Meditationsforschung, wie fehlgeleitet und irreführend die gegenwärtige akademische Denkschulung in Deutschland ist, die im Schutze der staatlichen und kirchlichen Förderung, die eigene akademische Lehrmeinung wie eine Dornenhecke zur Abwehr von eigenständigen persönlichen Erfahrungen und gegenüber unparteiischem Urteilvermögen benutzt. In akademischen Lehrbüchern und Veröffentlichungen sowie in den Vorlesungen an deutschen Universitäten wird die Transzendentale Meditation gegenwärtig fast völlig ausgeklammert, obwohl es weltweit die verbreitetste und am besten erforschte geistige Technik ist, die unserem Verständnis vom Potential des menschlichen Lebens ganz neue Dimensionen eröffnet hat.


1.3 Eigenständige Bedeutung der TM-Forschung

Beim Vergleich unterschiedlicher Systeme gleichgültig welcher Art, ist immer zu beachten, dass einerseits (I) verschiedene Systeme zumeist auf ganz unterschiedlichen Prinzipien und Voraussetzungen beruhen und dass andererseits (II) zu ihrem angemessenen Vergleich ein übergeordnetes Bezugssystem erforderlich ist.

So unterscheidet sich (I) das Prinzip der Transzendentalen Meditation ganz wesentlich von Methoden der Kontemplation (Nachdenken) und der Konzentration (Fixierung der Aufmerksamkeit).

Ferner ist (II) nach allen verfügbaren Erkenntnissen, das Prinzip der Transzendentalen Meditation so allgemein und grundlegend, dass es letztlich als Aufbauprinzip einer allgemeinen Wissenschaft vom Bewusstsein geeignet ist. Das kann von keinem anderen bekannten meditativen Ansatz gesagt werden. Um die Theorie der Transzendentalen Meditation zu begründen, genügt es also völlig, die TM selbst zu studieren.

Die während der Transzendentale Meditation erstmals wissenschaftlich nachgewiesene hohe Geordnetheit der Gehirnwellen (EEG-Kohärenz) sowie die daraus resultierende koordinierte Entwicklung von Geist und Körper weisen auf einen ganzheitlichen Funktionsstil des Nervensystems, der in Anlehnung an die Erkenntnisse der Quantenmechanik am treffensten als Grundzustand des Bewusstseins bzw. Zustand der gerinsten Anregung bezeichnet werden kann.

Die Transzendentale Meditation gibt dem dynamischen Zusammenspiel von Geist, Körper und Verhalten einen absoluten Bezugspunkt durch die Verwirklichung des Zustand der geringsten Anregung. Diese Entdeckung ist für die Humanwissenschaften von ähnlich grundlegender Bedeutung wie der Dritte Hauptsatz in der Thermodynamik, der dem ganzen Gebäude der Dynamik erst ein sicheres Fundament gibt.


Für eine sachgerechte wissenschaftliche Untersuchung der Transzendentalen Meditation sind vor allem folgende Vorgehensweisen ( Messanordnungen ) typisch:
( a ) Untersuchung der psycho-physiologischen Veränderungen vor und nach dem Erlernen der Transzendentalen Meditation (Anfänger) und sowie nach grösseren Zeitabschnitten (Fortgeschrittene),
( b ) Untersuchung der psycho-physiologischen Veränderungen vor, während und nach der (üblicherweise 20 - 30 minütigen) Ausübung der Transzendentalen Meditation
( c ) Vergleich der psycho-physiologischen Messwerte während der Transzendentalen Meditation mit den Messwerten während bestimmter Tätigkeiten wie Ruhen, Lesen, Musikhören, körperliche Übungen, Stress-Belastungen, etc.
( d ) Bestimmung der psycho-physiologischen Kennwerte (Standarte) für die verschieden Bewusstseinszustände: Schlafen, Träumen, Wachen und Transzendentales Bewusstsein bzw. anderer durch die TM verwirklichte höheren Bewusstseinszustände.

Bei all diesen Untersuchungsweisen bilden die Ausübenden der Transzendentalen Meditation ihre eigene Kontrollgruppe (Vergleichgruppe). Auf diese Weise wird nachgewiesen wie die Transzendentale Meditation die Grundlagen für die persönliche Weiterentwicklung, für Erfolg und Erfüllung, im Leben des einzelnen verstärkt. Werden TM-Praktizierende mit einer nicht-meditierenden Kontrollgruppe verglichen, was auch oft geschieht, ist sehr grosse Sorgfalt bei der Auswahl der Vergleichspersonen erforderlich, damit die Messergebnisse beider Gruppen überhaupt vergleichbar sind.

Die durch die Transzendentale Meditation verwirklichte ganzheitliche, nur quantenmechanisch verständliche, Funktionsweise des Nervensystems führt auch zu neuartigen gruppendynamischen und soziologischen Verhaltensmustern, die am besten mit dem Begriff "kollektive Kohärenz" beschrieben werden.
Zuerst nachgewiesen wurde ein solcher Effekt durch eine Retrospektivuntersuchung von 11 Städten, in denen bis Ende 1972 mindestens 1% der Bevölkerung die Technik der Transzendentalen Meditation erlernt hatten. Zum Vergleich wurden 11 Kontrollstädte herangezogen mit relativ wenigen Teilnehmern am TM-Programm aber vergleichbarer Bevölkerungszusammensetzung und geographischer Lage. Die anfänglich übereinstimmenden Kriminalitätsstatistiken beider Gruppen veränderten sich auf hochsignifikante Weise als in den 11 Städten die 1% Schwelle erreicht wurden: die Kriminalitätsrate ging gegenüber den Kontrollstädten um 16,5 % zurück. Dieses als Maharishi-Effekt bezeichnete Phänomen kollektiver Kohärenz gehört inzwischen zu den am besten bestätigten soziologischen Effekten und belegt auf praktisch bedeutsame Weise die aussergewohnliche und eigenständige Bedeutung der Transzendentalen Meditation.

Diese und andere wissenschaftliche Vorgehensweisen gestatten die objektive Erforschung der Transzendentalen Meditation auf einem Niveau, das den dabei stattfindenden grundlegenden Veränderungen im subjektiven Bereich gerecht wird, die sich wiederum auf
(1) die Natur des Geistes, (2) die Qualitäten der Intelligenz und (3) die Strukturen des Bewusstseins beziehen.
Diese drei ganzheitlichen Aspekte der Transzendentalen Meditation sollen in den Unterforen über (1) Bewusstseinsentwicklung, (2) interdisziplinäre Studien und (3) vedische Studien genauer diskutiert werden.

(wird fortgesetzt)
Letzte Änderung: 10 Jahre 8 Monate her von admin. Begründung: bessere Lesbarkeit des Textes

Einführung in die objektive TM-Forschung Teil 2 11 Jahre 2 Monate her #52

Teil 2

Dem Lehrer der Transzendentalen Meditation dienen die wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation als objektive Belege und zur Veranschaulichung der positiven Wirkungen der Transzendentalen Meditation. Die Schautafeln der wissenschaftlichen Untersuchungen sind
in diesem Fall ein wichtiges pädagogisches Hilfsmittel.

Die Bedeutung der wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation für einen Physiologen, Psychologen oder Soziologen hängt von dessen persönlichen Forschungsinteressen ab, kann also sehr stark variieren von Wohlwollen über Desinteresse oder Skeptik bis hin zur Ablehnung. Erst wenn ein akademischer Wissenschaftler beginnt, sich für die bewusstseinsbezogenen Grundlagen seiner Wissenschaft zu interessieren, kommt er nicht daran vorbei, sich ernsthaft mit den wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation zu beschäftigen, denn Transzendentales Bewusstsein ist für jeden Bereich des Wissens grundlegend.

Ein Wissenschaftler dessen direkter Forschungsschwerpunkt die
Transzendentale Meditation ist wird sich besonders für die zugrunde liegende Theorie sowie die praktischen Anwendungsmöglichkeiten interessieren. In diesem Falle sind die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse der erste Schritt zu einer psycho-physiologischen Sprache des Bewusstseins und einer Objektivierung der Qualitäten Kreativer Intelligenz als Brücke zu den Erkenntnissen der Naturwissenschaft.

Die Beurteilung und der Wert der wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation hängen also wesentlich davon ab, in welchen grösseren Zusammenhang sie gestellt und wie die Untersuchungsergebnisse interpretiert werden:


2. Objektive Forschungsergebnisse und ihre ganzheitliche Interpretation

Zwei Aspekte sind bei der Präsentation wissenschaftlicher Forschungen immer klar zu unterscheiden:

(a) die mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen Aussagen über Sachverhalte und
(b) die theoretische Interpretation dieser Aussagen.


In den von Maharishi Mahesh Yogi entwickelten Kurz-Präsentationen der wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation ist diese Unterscheidung immer deutlich ersichtlich. Die Interpretation der objektiven Messergebnisse erfolgt in Maharishi`s Charts immer aus ganzheitlicher Sicht.

2.1 Objektivität der Messergebnisse

Wenn ein Psychologe, Physiologe, Soziologe eine wissenschaftliche
Untersuchung über die Transzendentale Meditation durchführt so wird dadurch zunächst nur ein Sachverhalt aus der Sicht dieser Wissenschaft festgestellt. Das Ergebnis, seine Gültigkeit und wissenschaftlicher Wert beruht allein auf den jeweils angewandte psychologische, physiologische oder soziologische Methoden. Dabei spielen Fragen nach der Korrektheit der Messungen, der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse und der Auswertung der Messergebnisse eine Rolle, all das im Rahmen der Methode der
jeweiligen Wissenschaft. Die Transzendentale Meditation ist dabei nur der Untersuchungsgegenstand. Wenn die Korrektheit oder Stichhaltigkeit der Ergebnisse angezweifelt wird dann hat das nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun, sondern bezieht sich immer nur auf die jeweils angewandte Untersuchungsmethode und ob sie wissenschaftlich korrekt durchgeführt wurde. Da die Veröffentlichung von Untersuchungen in den wissenschaftlichen Fachzeitschriften strengen Richtlinien unterliegt haben veröffentlichte Arbeiten einen hohen Gültigkeitswert
was die Wissenschaftlichkeit ihrer Präsentation betrifft. Die zu Lehr- und Informationszwecken benutzten wissenschaftlichen Schautafeln der TM-Forschung basieren weitgehend auf veröffentlichten Untersuchungen.

2.2 Interpretation der Messergebnisse

Die Interpretation von wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen erfolgt immer in einem zweiten Schritt. Untersuchungsergebnisse und ihre Interpretation entstehen also getrennt voneinander. Die Interpretation basiert immer auf einer bestimmten Theorie des jeweiligen Sachverhaltes.
Da die Transzendentale Meditation ein neuer Untersuchungsgegenstand ist, reichen die Theorien der Psychologie, Physiologie oder Soziologie allein zur Interpretation der Messergebnisse nicht aus, wenn es dennoch versucht wird, dann ist das Resultat immer nur eine enge fachbezogene Interpretation. Eine vor den Messungen formuliert theoretische Beurteilung eines Sachverhaltes wird als eine Hypothese bezeichnet, die dann durch die Untersuchung entweder bestätigt oder verworfen wird.
Die von Maharishi Mahesh Yogi für die Schautafeln der TM-Forschung
verwendete Interpretation bezieht sich auf die von ihm schrittweise und in Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern entwickelte ganzheitliche Sichtweise, die einerseits an die persönliche Erfahrung der TM-Ausübenden (siehe Unterforum über Bewusstseinsentwicklung) und andererseits an das traditionelle Verständnis der Transzendentalen Meditation in der vedischen Wissenschaft anknüpft (siehe Vedische Studien), aus der diese Methode stammt.

Die bei der Interpretation der objektiven Untersuchungsergebnisse der TM benutze ganzheitliche Sicht hat mindestens vier klar unterscheidbare Stufen zunehmender Differenziertheit durchlaufen:

(1) Wissenschaft der kreativen Intelligenz (Qualitäten der kreativen Intelligenz),

(2) Wissenschaft des kollektiven Verhalten ( Qualitäten kollektiver Kohärenz)

(3) Quantentheorie des Einheitlichen Feldes ( Struktur der
Langrangefunktion ),

(4) Entsprechungen zum Veda und der Vedischen Literatur
( Struktur des menschlichen Körpers )



2.3 Kurzpräsentationen der wissenschaftlichen Untersuchungen (Charts)

Die methodisch äusserst wichtige strikte Trennung von Messergebnis und Interpretation wird in den von Maharishi entwickelten Kurz-Präsentationen der wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation immer streng eingehalten.

Eine typische Chartbroschüre aus dem Jahre 1975 ordnet die
wissenschaftlichen Untersuchungen in zwei Hauptgruppen, die auf der Unterscheidung zwischen der Technik der TM und dem Programm der TM beruht. Die Technik bezieht sich auf das was während der Ausübung geschieht und das Programm schliesst bestimmte Aspekte der Aktivität mit ein. Die Hauptgruppen sind - wie folgendes Inhaltsverzeichnis zeigt - in mehrere Untergruppen aufgeteilt:

I. Physiologische Veränderungen während der Ausübung der Technik der Transzendentalen Meditation

A Physiologie: Veränderung des Stoffwechsels
B Physiologe: Biochemische Veränderungen
C Physiologie: Elektrophysiologische Veränderungen
D Physiologie: Veränderungen im EEG –Gehirnwellen


II. Verbesserungen in der täglichen Aktivität durch das Programm der Transzendentalen Meditation

E Physiologie: Physiologische Effektivität und Stabilität
F Physiologie: Stabilität des autonomen Nervensystems und
emotionale Stabilität
G Physiologie: Physiologische Gesundheit
H Physiologie: Sportliche Leistungsfähigkeit

I Psychologie: Wahrnehmung und Geist-Körper Koordination
J Psychologie: Intelligenz, Lernfähigkeit und schulische
Leistungen
K Psychologie: Persönlichkeitsentwicklung
L Psychologie: Kreativität

M Soziologie: Produktivität und Zufriedenheit am Arbeitsplatz
N Soziologie: Wirksame Rehabilitation
O Soziologie: Verbesserung der Lebensqualität


Um die Anwendung der wissenschaftlichen Charts weiter zu vereinfachen wurden ihre Haupt-aussagen schlagwortartig in kurzen Ausdrücken zusammen gefasst.
Die Überschrift jeder einzelnen wissenschaftlichen Untersuchung gibt den Kern der Interpretation wider z.B.:
Ebenen der Ruhe, Zunahme der Gehirnwellen Kohärenz, etc.
während die Überschrift der eigentlichen graphischen Darstellungen auf die Messergebnisse hinweist z.B.:
Veränderung in der Stoffwechselrate, interhemisphärischen Kohärenz, etc.


2.4 Sammlung der Originalarbeiten

Die bedeutendsten wissenschaftlichen Originalarbeiten der
Transzendentalen Meditation werden seit 1975 in voluminösen,
großformatigen Sammelbänden nachgedruckt. Der vollständige Titel
dieser Bände ist:

Scientific Research on the Transcendental Meditation and TM-Sidhi Programme

Bis 1995 sind fünf Bände erschienen weiter Bände sind in Druck bzw. in Arbeit. Ihre Kurzbezeichnung ist

Collected Papers.

Von den ersten drei Bänden der Collected Papers gibt es in
Taschenbuchformat eine schlagwortartige Zusammenfassung der
experimentellen Arbeiten. Dieses 1984 veröffentlichte Buch hat den Titel:

Maharishis Technology of the Unified Field:
Results of Scientific Research on Maharishis Transcendental Meditation and TM-Sidhi Programme.


Die begriffliche Aufbereitung der wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation bildet die Grundlage für die im nächsten Abschnitt beschriebene moderne wissenschaftliche Sprache des Bewusstseins.


3. Die wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse der TM als Grundlage einer Bewusstseinswissenschaft

3.1 Wissenschaftliche Sprache des Bewusstsein

Zur ersten theoretischen Begründung der Wirkungen der Transzendentalen Meditation wurde 1972 von Maharishi Mahesh Yogi die Wissenschaft der Kreativen Intelligenz formuliert. Diese Wissenschaft führt alle Wirkungen der Transzendentalen Meditation auf die Qualitäten der Kreativen Intelligenz zurück, die durch diese Technik im bewussten Geist belebt werden. Diesen Intelligenz-Qualitäten lassen sich ganz bestimmen Ergebnissen der wissenschaftlichen TM-Untersuchungen zuordnen was einer Interpretation der Messergebnisse im Lichte der Wissenschaft
der kreativen Intelligenz entspricht.

Die Zuordnung der Qualitäten der Intelligenz zu objektiven
Messergebnissen ist von grosser methodischer Bedeutung, denn dadurch wird eine wissenschaftliche Sprache des Bewusstseins geschaffen, die allen Kriterien der objektiven Wissenschaft genügt und die sich gleichzeitig unmittelbar auf die persönliche Erfahrung mit der Transzendentalen Meditation bezieht.

In den folgenden Jahren wurde die Zuordnung zwischen den Qualitäten der Intelligenz und den Untersuchungsergebnissen der Transzendentalen Meditation in mehrere Richtungen erweitert was ihre grundlegende wissenschaftliche Bedeutung bestätigte hat.

3.2 Soziologische Erweiterung der Bewusstseinssprache

Die erste Ausweitung der wissenschaftlichen Sprache der TM-bezogenen Bewusstseinsforschung erfolgte durch den Nachweis, dass die selben Qualitäten der Intelligenz, die das individuelle Leben bestimmen auch für den gesellschaftlichen Bereich gültig sind.

Wenn z.B. die Verfassung eines Landes formuliert wird, dann drücken die Staatsgründer darin dieselben Qualitäten der Intelligenz aus wie sie durch die Transzendentale Meditation im einzelnen belebt werden. Dies wurde theoretisch durch eine Analyse der Verfassung(Grundgesetz) verschiedener Länder der Welt bestätigt.

Das Prinzip dabei ist die Reziprozität zwischen individuellem und
kollektivem Bewusstsein.

Veröffentlicht wurde die Untersuchung der indischen Verfassung 1996:

Constitution of India fulfilled through Maharishi`s Transcendental Meditation.

Die empirisch-experimentelle Bestätigung des Prinzips der Reziprozität von individuellem und kollektiven Bewusstsein erfolgte durch mehrere bis zu 7000 Personen starken Versammlungen von Experten der Transzendentalen Meditation deren gemeinsame individuelle Belebung der Qualitäten der Intelligenz im individuellen Bewusstsein einen entsprechenden Effekt im kollektiven Bewusstsein bis hin zum Weltbewusstsein ausübt. Die erste dieser soziologisch ausgewerteten Versammlungen fand 1984 in Iowa und die letzte 1993 in Washington DC statt.

Der harmonisierende kollektive Effekt durch gruppendynamische
Verstärkung der Transzendentalen Meditation gehört zu den
wissenschaftlich am besten bestätigten Effekte der gesamten Soziologie. Er wird als Maharishi Effekt bezeichnet und charakterisiert den ordnenden Einfluss der von Zentren aus geht, in denen die Qualitäten der Intelligenz durch das Programm der Transzendentalen Meditation unmittelbar im Bewusstsein belebt werden.


3.3 Naturwissenschaftliche Erweiterung der Bewusstseinssprache

Die zweite bedeutungsvolle Ausweitung der wissenschaftlichen Sprache der TM-bezogenen Bewusstseinsforschung erfolgte in Richtung der Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaft durch das Aufzeigen von Beziehungen zu den Naturgesetzen wie sie sich in den Prinzipien der Mathematik, Physik, Chemie und Biologie ausdrücken. Die Entdeckung der Lagrangefunktion des Vereinheitlichten Feldes aller Naturgesetze durch H. Nicolai und de Wit im Rahmen der Supergravitationstheorie und die Zuordnung der Qualitäten der Intelligenz zu den verschiedenen Komponenten der Lagrangefunktion durch J. Hagelin führten zur Interpretation der Transzendentalen Meditation als Technologie des Einheitlichen Feldes. Das bedeutet gleichzeitig eine bewusstseinsbezogene Interpretation der Vereinheitlichten Feld-Theorie.

Diese Erkenntnis kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn sie bedeutet praktisch gesehen, dass jedem Menschen und jeder Gesellschaft die volle Unterstützung des gesamten Potentials des Naturgesetzes zugänglich ist. Statt der Anwendung einzelner begrenzter Naturgesetze wie die elektromagnetische Kraft oder die Kernkraft in der modernen Technik ist durch die Transzendentale Meditation als Technologie des Einheitlichen Feldes die spontane Nutzung aller Naturgesetze gleichzeitig mögliche.


3.4 Vedische Erweiterung der Bewusstseinssprache

Die dritte Ausweitung der TM-bezogenen Bewusstseinsforschung bestand in dem Nachweis, dass der Gesamtbereich des Veda und der Vedischen Literatur ebenfalls eine Darstellung der Qualitäten der Intelligenz ist wie sie von der Transzendentalen Meditation belebt und wissenschaftlich nachgewiesen werden können. Entsprechende Korrespondenz-Beziehung wurde bis hin zu den einzelnen Ausdrücken und Aussagen der Veda und Vedischen Literatur nachgewiesen.

Veröffentlicht wurde ein Kommentar der Verse der Bhagavad Gita allein mit Hilfe der wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse der Transzendentalen Meditation.

Eine solche Art der Kommentierung wird intern auch als Chart-tern bezeichnet.

Diese Art der Kommentierung des Veda und der Vedischen Literatur führte schliesslich in den 1990er Jahren zur Entdeckung der Äquivalenz des Veda und der Vedischen Literatur zur menschlichen Physiologie. Das entsprechende Standardwerk stammt von Dr. T. Nader. Eine deutsche Fassung erschien 1994 unter dem Titel:
Menschlicher Körper – Ausdruck des Veda und der Vedischen Literatur

3.5 Zusammenfassung

Die wissenschaftlichen Untersuchungen der Transzendentalen Meditation auf der Grundlage der Methoden der Physiologie, Psychologie und Soziologie begründen eine wissenschaftliche Sprache für die - vom Bewusstsein ausgehenden und durch die Qualitäten der Intelligenz kontrollierten - Veränderungen in Körper, Geist und Verhalten des Menschen. Je mehr Details der Bewusstseinsentwicklung durch die Transzendentalen Meditation erforscht werden, um so mehr werden sich auch die objektiven Methoden verfeinern und es wird sich die wissenschaftliche Sprache des Bewusstseins mehr und mehr dem hohen Standard der vedischen Wissenschaft annähern aber in einer modernen, zeitgemässen Form. Die modernsten Erkenntnisse treffen sich so mit dem ältestes Wissen der Menschheit.
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